Javier Marías, aufgenommen 2006 in Berlin Foto: dpa/Jens Kalaene

In seinem Roman „Tomás Nevinson“ hat der kürzlich verstorbene spanische Altmeister Javier Marías noch einmal alle Register seines Könnens gezogen.

Geheimdienstagenten, die ihre Dispute mit Shakespeare-Zitaten austragen, Paare, die sich ihre Liebe mit Yeats-Zitaten gestehen – das gibt es nur in den Romanen von Javier Marías. Im Fall von „Tomás Nevinson“, dem letzten Werk des kürzlich verstorbenen spanischen Schriftstellers, das jetzt in der vorzüglichen Übersetzung von Susanne Lange auf Deutsch vorliegt, hat sich der Verfasser sogar dazu herabgelassen, im Nachwort für die literaturgeschichtlichen Banausen all die Autoren aufzuzählen, die er mit Zitaten in seinen Roman eingearbeitet hat. Dieses zur Schau gestellte Bildungswissen werden seine Verächter als Überorchestrierung kritisieren, seine Verehrer wohl aber als altmeisterlich feiern.

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