Prozessbeginn am Landgericht Ulm Foto: dpa/Stefan Puchner

Eine junge Frau verliebt sich in den Bruder ihres Mannes. Weil der Ehemann der neuen Beziehung im Weg steht, ermorden sie ihn. So lautet die Anklage im Fall des brutalen Todes eines 26-Jährigen, mit dem sich das Landgericht Ulm ab Freitag beschäftigt.

Ulm - Nach dem gewaltsamen Tod eines 26-Jährigen bei Ebersbach an der Fils (Landkreis Göppingen) müssen sich ab Freitag die Ehefrau und der Bruder des Mannes wegen Mordes vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Ulm wirft den beiden vor, ihn im Dezember 2020 gemeinschaftlich aus niederen Beweggründen und heimtückisch ermordet zu haben, wie ein Sprecher des Landgerichts Ulm mitteilte.

Die damals 30 Jahre alte Ehefrau des Opfers hat demnach im Jahr 2020 eine Liebesbeziehung zum damals 25 Jahre alten Bruder ihres Mannes begonnen. Beide wollten künftig zusammen leben. Da der 26-Jährige diesem Plan im Weg gestanden haben soll, sollen die beiden laut Staatsanwaltschaft beschlossen haben, ihn zu töten.

Das Opfer starb noch am Tatort

Der Ehefrau soll sich dazu mit ihrem Mann im Dezember 2020 zu einem Spaziergang in Ebersbach an der Fils verabredet haben. In einer nicht einsehbaren Unterführung soll der Bruder des Mannes mit einem Vorschlaghammer gelauert und den 26-Jährigen mit mehreren Schlägen tödlich am Kopf verletzt haben. Das Opfer starb noch am Tatort.

Die beiden Angeklagten wurden wenige Tage nach der Tat festgenommen und sitzen seit Ende Dezember 2020 in Untersuchungshaft. Sie wurden damals zunächst als Zeugen vernommen und machten dabei den Ermittlern zufolge bewusst falsche Angaben. Der Vater und ein weiterer Bruder des Getöteten sind Nebenkläger im Verfahren. Es sind zwölf Verhandlungstage bis Ende September geplant.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: