Das Urteil wurde am Landgericht Ellwangen gesprochen. Foto: dpa/Stefan Puchner

Urteil am Landgericht Ellwangen: Nach der tödlichen Messerattacke auf eine Betreuerin in einer Werkstatt für behinderte Menschen ist der Angreifer wegen Mordes zu 13 Jahren Haft verurteilt worden.

Ellwangen/Waldstetten - Nach der tödlichen Messerattacke auf eine Betreuerin in einer Werkstatt für behinderte Menschen ist der Angreifer wegen Mordes zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht in Ellwangen hat außerdem entschieden, dass der 45 Jahre alte Mann vor Haftantritt in einer psychiatrischen Klinik behandelt werden soll.

Der Mann hatte eingeräumt, dass er im Oktober 2020 seine 61 Jahre alte Betreuerin in einer Werkstatt in Waldstetten (Ostalbkreis) tötete. Er habe sich wegen des drohenden Verlustes seiner Arbeit an der Frau rächen wollen. Der psychisch kranke Mann sei zur Tatzeit in seiner Steuerungsfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen, hieß es in der Urteilsverkündung.

Wegen der daraus resultierenden verminderten Schuldfähigkeit war er am Mittwoch auch nicht zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt worden, wie der Vorsitzende Richter Bernhard Fritsch sagte. Mit dem Urteil war das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt. Die Verteidigung hatte für eine Freiheitsstrafe nach Ermessen des Gerichts plädiert, sich allerdings gegen die Unterbringung in einer Psychiatrie ausgesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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