Die Sportbund-Damen starten zuversichtlich in die Drittliga-Saison: Saskia Becker, Alexandra Schankula, Ronja Mödinger, Ramona Betz, Ellen Wohlfart und Anja Eichner (von links). Foto: /Volker Arnold

Die Tischtennisspielerinnen des DJK Sportbund Stuttgart empfangen am kommenden Samstag den Zweitliga-Absteiger Neckarsulm.

Stuttgart-Ost - Nach dem Auftaktsieg der Herren bestreiten nun auch die Damen des DJK Sportbund Stuttgart ihr Saisondebüt in der 3. Bundesliga: Am kommenden Samstag, 19. September, 17 Uhr, gastiert der Zweitliga-Absteiger NSU Neckarsulm in der Stuttgarter Sporthalle Nord (Heilbronner Straße 157). Für die Gastgeber aus dem Stuttgarter Osten beginnt mit dieser Partie ein neuer Abschnitt. Nachdem erst im Jahr 2003 ein Damen-Team des Sportbunds in der Kreisklasse gemeldet wurde, gelangen seitdem sieben Meistertitel und Aufstiege – in der letzten durch Corona vorzeitig abgebrochenen Saison lag das Team in der Regionalliga drei Spieltage vor Schluss souverän auf Platz 1. Diese Steigerung führte bis heute in 17 Jahren von der Kreisklasse bis zum Aufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse. Gleichzeitig ist die Entwicklung von starker Kontinuität geprägt. Zwar ist der zurückliegende Weg gekennzeichnet von reinem Amateursport, doch die wenigen wöchentlichen Trainingseinheiten wurden fast durchgehend intensiv gestaltet und die Spielerinnen steigerten sich ständig.

Nun beginnt ein völlig neuer Abschnitt mit einigen Änderungen. Die 3. Liga ist fast durchgehend mit Spielerinnen besetzt, die praktisch täglich trainieren. Beim Sportbund kommt zur bisherigen Stammbesetzung mit Ronja Mödinger, Ramona Betz, Saskia Becker sowie den Ersatzspielerinnen Anja Eichner und Ellen Wohlfart eine echte Verstärkung hinzu: Die ehemalige Bundesranglisten-Siegerin (2012) Alexandra Schankula wechselte vom TSV Betzingen nach Stuttgart und wird sicherlich eine der Top-Spielerinnen der 3. Liga sein.

Nachdem am 13. März die Entscheidung zum Saisonabbruch aufgrund der Corona-Pandemie gefallen war, kann jetzt unter Beachtung strenger Hygiene-Vorschriften wieder Tischtennis gespielt werden. Erstmals wird das erarbeitete Konzept am kommenden Samstag umgesetzt. Alle Spieler und Betreuer in der Halle müssen eine Schutzmaske tragen. Nur in der Spielbox darf diese abgelegt werden. Ähnliches gilt für die Zuschauer, die zumindest auf ihrem Platz die Masken abnehmen können. Um nicht gegen die Landesverordnung einiger Bundesländer zu verstoßen, wird zudem auf das Doppel verzichtet. Stattdessen kommen alle acht Einzelpartien zur Austragung. Es ist also eine rund zweistündige Spieldauer zu erwarten.

Eine Prognose über die Aussichten des Sportbunds fällt schwer. Die Liga stellt sich äußerst ausgeglichen dar. Favoriten dürften die Mannschaften aus Schwabhausen und Jena sein. Der Sportbund ist entsprechend der Einzel-Spielstärke im Mittelfeld einzuordnen. Jedoch bringt die aktuelle Situation mit zahlreichen Einreisebeschränkungen viele Unwägbarkeiten mit sich. Einige Teams sind gleich mit mehreren ausländischen Spielerinnen besetzt. Deren Mitwirken steht zum Teil noch in den Sternen.

Der Sportbund Stuttgart konnte die gesamte Vorbereitung mit allen vier Spielern durchführen. Zwei absolvierte Trainingslager sollen die Basis für eine gute Saison sein. Mannschaftsführer Rüdiger Betz freut sich: „Das wird eine sehr interessante Saison.“ Dazu beitragen wird auch, dass sechs der neun Heimspiele als Doppelspieltage mit den Sportbund-Herren ausgetragen werden. (Thomas Walter)

Mannschaftsaufstellung: 1. Alexandra Schankula (36 Jahre), 2. Ronja Mödinger (21), 3. Ramona Betz (16), 4. Saskia Becker (25), 5. Anja Eichner (25), 6. Ellen Wohlfart (40).

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