Auf dem Cannstatter Wasen demonstrieren Tierschützer gegen Tierdressuren im Zirkus. Die Artisten verteidigen ihre Pferdehaltung vehement.
Der Mann mag es gar nicht hören. „Ach was, Peitsche – die gibt es auch in vielen Schlafzimmern“, sagt er und folgt seiner Frau zum Eingang in den Weltweihnachtscircus. Die Handvoll Aktivisten vom Kollektiv Tierbefreiung, die am Samstag vor dem Zelteingang für einen völligen Verzicht auf Tierdressuren demonstrieren, würdigt er keines Blickes. Ja, die meisten wollten einfach ihren Spaß haben und in Ruhe die Zirkusvorstellung genießen, sagt Emilia Schühle. Und dieses Vergnügen wolle man ja auch niemandem nehmen. „Aber wir wollen, dass dafür keine Tiere ausgebeutet werden“, sagt die 29-jährige Aktivistin.
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