Die Hedelfinger Filderauffahrt ist wegen des Wildwechsels besonders unfallträchtig: Der BUND fordert ein Tempolimit. Foto: Mathias Kuhn

Aufgrund der hohen Zahl an Wildtieren, die im Straßenverkehr tödlich verletzt werden, fordert der BUND ein Tempolimit in Waldgebieten und Weinberggegenden.

Untertürkheim. - Gerhard Pfeifer vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist meist mit dem Fahrrad unterwegs. „Wie viele überfahrene Tiere ich auf meiner Fahrt sehe, ist schockierend“, sagt der Stuttgarter BUND-Geschäftsführer. Eine vom städtischen Tiernotdienst herausgegebene Statistik bestätigt seine Wahrnehmung. Die Tierretter haben im vergangenen Jahr 629 Wild- und Haustiere, die von Autos überfahren wurden, gemeldet. Laut der Aufzählung der Behörde handelte es sich um 130 Füchse oder Haustiere wie Katzen und Hunde, 100 Schwäne und Enten, 25 Dachse, 20 Rehe, zwei Wildschweine und zwei Waschbären. Hinzu kommen 220 sonstige Wildtiere, worunter Igel, Eichhörnchen und Marder aufgelistet werden. Der BUND-Geschäftsführer und Klaus Lachenmaier, der im Landesjagdverband auch für die Wildtierforschung zuständig ist, rechnet mit einer wesentlich höheren Zahl von Straßenopfern. „Zu vielen Wildtierunfällen werden die Jagdpächter und nicht der Tiernotrettungsdienst gerufen. Wir melden die Zahlen an die Wildtierforschungsstelle in Aulendorf. Sie tauchen in der Statistik der Stadt nicht auf“, sagt Lachenmaier. So finden sich im vergangenen Jagdjahr 34 überfahren Rehe in der Statistik der Wildtierforscher. Hinzu komme, dass viele Tiere, die durch einen Unfall verletzt wurden, sich in den Wald oder in Felder flüchten und dort verenden.

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