Das Gorilla-Weibchen Mimi ist mit 60 Jahren der älteste Menschenaffe in der Wilhelma. Foto: /Birger Meierjohann

Der Stuttgarter Zoo informiert am Sonntag, 30. Juni, über die intelligente und weltweit bedrohte Tierart und ihre Merkmale und Besonderheiten in der Wilhelmaschule.

Bei einem Thementag am Sonntag, 30. Juni, im Rahmen der Wilden Wochenenden wird das Team der Wilhelmaschule Wissenswertes um die Merkmale aller Menschenaffenarten erklären, aus welchen Regionen sie stammen und wie sie sich dort ernähren. Dabei geht es auch um die Frage, wie Menschenaffen sogar Heilpflanzen nutzen. „Dies wird mit echten Pflanzen veranschaulicht“, kündigt der Wilhelma-Sprecher Birger Meierjohann an. Groß und Klein dürfen ein Menschenaffenquiz machen und unter Anleitung mithelfen, Beschäftigungsmaterialien für die Tiere zu basteln.

Im Stuttgarter Zoo leben Gorillas und Bonobos

Die Besucher erfahren, dass in der Wilhelma derzeit zwei Menschenaffenarten leben: die westlichen Flachlandgorillas und die Bonobos aus Afrika. Sie leben in unterschiedlichen Generationen beisammen: Von der ältesten Bewohnerin, der 60 Jahre alten Gorilla-Ur-Ur-Großmutter Mimi, bis zum Bonobo-Baby Kasita, das im März zur Welt kam. Die Wilhelma informiert auch über ihre Ex-Situ-Zuchtprogramme des europäischen Zooverbandes EAZA, bei denen ihre Nachkömmlinge in Zoos in ganz Europa leben. Außerdem wird am Thementag über die Artenschutzprogramme informiert, an denen die Wilhelma teilnimmt, und über die Problematik, die in Palmöl-Produkten steckt. Sie berichten über Wiederaufforstungsprogramme im indonesischen Lamandau-Reservat zugunsten von Orang-Utans. Das Projekt wird vom Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma mit jährlich 30 000 Euro unterstützt.

Der Thementag Menschenaffen findet von 11 bis 17 Uhr in der Wilhelmaschule statt und ist für die Besucher kostenlos.