Der Kinofilm „Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage“ erzählte bereits 2007 die Geschichte der Studentin Gabita (Bild, Laura Vasiliu), die in der Zeit des Endes des Kommunismus in Rumänien ungewollt schwanger wird. Abtreibung ist aber streng verboten. Die junge Frau sucht Hilfe bei einem illegalen „Engelmacher“ in einem schäbigen Hotelzimmer. Foto: dpa/A3322 Concorde Filmverleih GmbH

Mangelnde Aufklärung macht jungen Rumäninnen zu schaffen. Neben Bulgarien weist kein EU-Staat einen solch hohen Anteil von Teenager-Müttern auf wie Rumänien. Die Politik tut sich mit der Einführung von Sexualunterricht an den Schulen schwer. Welche Rolle spielt dabei die Religion?

Belgrad/Bukarest - Ihr eigenes Schicksal hätte Rifea Stanescu ihrer Tochter gerne erspart. Mit zwölf Jahren hatte die heute 35-Jährige aus dem Dorf Investi in der Nähe der ostrumänischen Stadt Vaslui 1997 ihr erstes Kind geboren. Mit elf Jahren wurde ihre Tochter Maria 2011 selbst Mutter – und machte Rifea mit 23 Jahren zur jüngsten Großmutter Europas. Ihr Enkel Ion sei ein „guter Junge“, der ihr viel Freude bereite, versicherte sie vor einigen Jahren in einem Interview: „Ich bin froh, seine Oma zu sein. Aber ich habe Maria etwas anderes gewünscht – und mir selbst auch.“

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