Alexander Rieß, Alwin Rieger, Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel und Werner Schüle (von links) bei der Eröffnung des TBU-Umkleidetrakts. Foto:  

Der Turnerbund Untertürkheim (TBU) hat seinen sanierten Umkleidetrakt eingeweiht.

Untertürkheim - Das regnerische Wetter passte am Freitagnachmittag nicht zur Stimmung der Festgäste auf dem Vereinsgelände des TB Untertürkheims. Sie hatten Grund zur Freude: Der rundumsanierte Umkleidetrakt in der Gehrenwaldsportanlage konnte feierlich eröffnet werden.

„Ende gut, alles gut“, meinte auch Werner Schüle, der Vizepräsident des Sportkreises Stuttgart, in seiner Ansprache. Er erinnerte sich an den bisherigen Zustand des Umkleide- und Sanitärbereichs: Die Kabinen waren heruntergekommen, von Spielern und Schülern fast 50 Jahre lang genutzt, Armaturen und Duschköpfe veraltet und zudem haben Wasserschäden sichtbare Spuren hinterlassen. Weitere Mängel offenbarten sich erst, als die Handwerker und ehrenamtliche TBU-Aktive im Frühjahr mit der Entrümpelung der Kabinen begannen. „Baumaterial, Dämmstoffe, Restmüll, Holz und anderes Material füllten sieben große Containerwannen. Alle nebeneinander gestellt hätten gerade noch auf unseren Parkplatz gepasst“, berichtet TBU-Vorstandsmitglied Alexander Rieß und veranschaulichte damit das Ausmaß der Baumaßnahme.

„Es war die notwendige Generalsanierung“, sagte der TBU-Vorsitzende Alwin Rieger. Vor fünf Jahren hatte das damals neu gewählte Vorstandsteam sich den Umbau des Umkleidetraktes vorgenommen, im Januar hatte die Mehrheit der TBU-Mitglieder diesem Kraftakt zugestimmt und trotz Corona-Krise haben die TBU-Verantwortlichen das Projekt durchgezogen. Riegers Dank galt nicht nur den Handwerkern unter der „Oberbauleitung“ von Alexander Rieß, sondern auch dem Württembergischen Landessportbund und der Stadt Stuttgart, die den Löwenanteil von 70 Prozent der Sanierungskosten trugen. „Dennoch bleiben rund 130 000 Euro an unserem Verein hängen“, so Rieger. Das Positive: Durch eine Spendenaktion kamen bislang bereits rund 90 000 Euro zusammen. Die Flüwo-Stiftung, Firmen und Privatpersonen spendeten genauso wie ein junger Kicker, der 50 Euro vom Taschengeld abgab. Seine Begründung für die Spende war das größte Lob für die Handwerker und Bauleiter Rieß. „Endlich kann ich mit Freude duschen und mich umziehen“, so der Nachwuchskicker. Vielleicht liegt es auch daran, dass Rieß in die Kabine der Heimmannschaften ein paar „Schmankerl“ eingebaut hat. An der Wand der Duschkabine prangt das TBU-Wappen und in der Kabine hängen Lautsprecher, aus denen die Spieler ihre Pausenmusik erklingen lassen können. „Wichtiger ist jedoch, dass der Trakt jetzt auf dem neusten Stand der Technik ist. Jede Kabine hat einen eigenen Wasserkreislauf und wird für sich gespült, die Räume sind mit LED-Licht ausgerüstet und die Fenster öffnen sich in bestimmten Abständen automatisch, was in Zeiten von Corona – und um Schimmelbildung zu verhindern – wichtig ist“, sagt Rieß.

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