Ballauf (Klaus J. Behrendt, li.) und Schenk (Dietmar Bär) bekommen ungeahnte hilfe von ihrem Assistenten Norbert Jütte. Foto: WDR/Bavaria Fiction GmbH /Martin Valentin Menke

Die „Tatort“-Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk sind auf der Suche nach einem Frauenmörder. Hat sich „Der Reiz des Bösen“ gelohnt?

Köln - Was taugt „Der Reiz des Bösen“. Der neue „Tatort“ aus Köln im Schnellcheck.

Die Handlung in zwei Sätzen Eine Frau wird brutal erstochen und natürlich wird ihr Ehemann, ein Ex-Knacki, den sie noch in Haft geheiratet hatte, verdächtigt. Doch Norbert Jütte, der phlegmatische Kripo-Assisstent erkennt Parallelen zu einem alten Fall, der ihn einst aus der Bahn geworfen hat.

Zahl der Leichen 1

Worte 21 Stiche mit großer Kraft ausgeübt, oder wie Kommissar Freddy Schenk sagt: „Übertötung“. Das spreche für Wut und Leidenschaft.

Endlich Der offensiv schlafmützige Assistent Jütte taut auf und wir erfahren, wie aus „Turbo-Jütte“ der Kerl mit „Wappentier Schnecke“ (Freddy Schenk) wurde. Er trinkt jetzt auch Feierabend-Bier mit den Kollegen: „Übrigens: Schön hier mit euch“, sagt er.

Basso Intensiv und belastend spielt Torben Liebrecht den Bastian „Basso“ Sommer als die personifizierte falsche Entscheidung. Wahnsinn auch Wulf Kurscheid als der junge Lenny.

Zigaretten „Nothing’s gonna hurt you, Baby“ heißt das Lied der Band Cigarettes ­After Sex, das der Mörder auf dem Kopfhörer hört, während er Frauen ersticht.

Unser Fazit Aufwühlend, trotz einiger unnötiger Haken und Fährten, die die Geschichte verwässern. Hoffentlich darf Norbert Jütte in Zukunft „richtig“ mitermitteln.

Spannung Note 2 ; Logik Note 3