Auch wenn junge Täter in Haft kommen, kann ein Täter-Opfer-Ausgleich versucht werden. Foto: dpa/Johannes Neudecker

Seit 30 Jahren vermittelt das Stuttgarter Jugendamt bei Strafverfahren zwischen Tätern und Opfern. Das sei oft ein langer und harter Prozess – aber in 70 Prozent der Fälle erfolgreich. Wobei eine Einigung ganz unterschiedlich aussehen kann.

Stuttgart - Bei Marco (Name geändert) ist es erst mal gar nicht gut gelaufen: Dem jungen Mann wurde von drei 17- und 18-jährigen Bekannten brutal gegen den Kopf getreten – weil er angeblich das Gerücht in die Welt gesetzt haben soll, diese seien Angsthasen. Marco schleppte sich nach Hause. Als seine Mutter am nächsten Morgen sah, wie er zugerichtet worden war, rief sie sofort einen Krankenwagen und zeigte die Jugendlichen an. „Das sind keine Menschen, sondern Tiere“, meinte sie. Täter-Opfer-Ausgleich? Nein, sagte Marcos Mutter. Zunächst. So ein Fall zählt inzwischen zu den Klassikern bei der Schlichtungsstelle Täter-Opfer-Ausgleich im Stuttgarter Jugendamt. Gefährliche und einfache Körperverletzung sind die mit Abstand häufigsten Delikte, mit denen sich diese Einrichtung im Rahmen von Jugendstrafverfahren befasst.

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