Susanne Eisenmann will die Digitalisierung der Schulen vorantreiben. Foto: dpa/Marijan Murat

Die Opposition im Landtag wirft Kultusministerin Susanne Eisenmann schwere Versäumnisse hinsichtlich der Digitalisierung der Schulen vor. Eisenmann räumte derweil ein, dass es Handlungsbedarf gebe.

Stuttgart - Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat aus Sicht der Opposition im Landtag die Digitalisierung der Schulen völlig verschlafen. Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Timm Kern, sprach am Mittwoch im Landtag von einer „hartnäckigen Arbeitsverweigerung“ der Regierung was die Zukunftsfähigkeit des Landes angeht.

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SPD-Bildungsexperte Stefan Fulst-Blei sagte, viel zu lange habe man Eisenman „zum Jagen tragen“ müssen bei der Digitalisierung der Schulen. Fulst-Blei nannte etwa die mangelhafte Ausstattung von Lehrern mit Laptops und Tablets und eine nicht ausreichende digitale Fortbildung - das seien Versäumnisse aus der Vor-Corona-Zeit, die die Schulen massiv eingeholt hätten.

Eisenmann räumte ein, dass es Handlungsbedarf gebe. Allerdings finanzierten Bund und Länder etwa 300 000 Laptops für die Schulen im Land. Der Landtag habe zudem vor kurzem neun Millionen Euro Förderung für die digitale Fortbidung von Lehrern bewilligt.

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