Die Entscheidung ebnet nicht den Weg für eine Legalisierung von Cannabis. Foto: AP/Richard Vogel

Cannabis und Haschisch gehören nicht mehr zu den gefährlichsten Drogen. Die Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen folgt einer WHO-Empfehlung und streicht sie von der Liste der höchsten Kategorie.

Berlin - Die Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen hat Cannabis und Haschisch von ihrer Liste der gefährlichsten Drogen gestrichen. Mit 27 zu 25 Stimmen und einer Enthaltung hätten die Mitglieder der Kommission dafür gestimmt, Cannabis nicht mehr in der höchsten Kategorie IV mit Heroin und anderen schweren Drogen zu führen, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Sie folgte damit einer entsprechenden Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Die Entscheidung ebnet nicht den Weg für eine Legalisierung von Cannabis oder Marihuana in den UN-Mitgliedsstaaten, denn nach wie vor wird Cannabis als streng zu kontrollierende Substanz geführt, und zwar in der niedrigeren Untergruppe I gemeinsam mit Kokain und Methadon. Experten gehen aber davon aus, dass es ein kleiner Schritt hin zu einer internationalen Lockerung sein könnte. Unter anderem Kanada und Uruguay erlauben den Verkauf und die Nutzung von Cannabis und Marihuana, auch über den medizinischen Bereich hinaus. In vielen anderen Staaten wird der Besitz nicht oder kaum noch strafrechtlich verfolgt.

  
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