Karin Maag hat schon im Sommer einen neuen Job übernommen. Foto: dpa/Kay Nietfeld

Die Christdemokratin Karin Maag liebte es, als Abgeordnete für Menschen im Wahlkreis etwas zu bewirken. Was aber gefiel ihr so gar nicht?

Stuttgart - Die Christdemokratin Karin Maag liebte es, als Abgeordnete für Menschen im Wahlkreis etwas zu bewirken.

Was war Ihre größte Niederlage?

Die eine gibt es nicht. Ich habe es allerdings immer als Niederlage empfunden, wenn ich versucht habe, Menschen in meinem Wahlkreis mit zu helfen und an Kleinigkeiten gescheitert bin, die man mit etwas gutem Willen hätte ändern können.

Was war das bewegendste Erlebnis?

Ich habe mich immer gerne in den Dienst der guten Sache stellen lassen und ehrenamtliche Aufgaben übernommen, für kranke Kinder oder benachteiligte Erwachsene. Die Dankbarkeit, die mir zuteil wurde, gehört zu den bewegendsten Erlebnissen.

Was hat sie am meisten überrascht?

Dass ich als Abgeordnete von Anfang an in der glücklichen Lage war, etwas in meinem speziellen Bereich, der Gesundheitspolitik, aber auch konkret für die Menschen im Wahlkreis bewegen zu können. Gute Ideen, aber auch Beschwerden über Missstände aus dem Wahlkreis haben auch zu Änderungen an Gesetzen geführt. Bestürzt und nahezu ausschließlich beschäftigt hat mich in den vergangenen eineinhalb Jahren die Covid-Pandemie. Auf die Wucht und die Geschwindigkeit, mit der das Virus sich verbreitete, aber auch die Anfälligkeit unseres Gesundheits- und Wirtschaftssystems, war ich nicht vorbereitet. Im Gesundheitsausschuss haben wir sehr schnell einen Modus für die Arbeit gefunden, der der Herausforderung angemessen war. Wir wollten alle gemeinsam das Virus besiegen.

Was hat Ihnen gar nicht gefallen?

Die sozialen Medien haben die politische Auseinandersetzung nicht befördert. Es geht oft nicht mehr um die besseren Argumente, sondern um das Verächtlichmachen anderer. Das lehne ich entschieden ab.

Karin Maag, Jahrgang 1962, war von 2009 bis Juni 2021 Abgeordnete und sprach in Sachen Gesundheitspolitik für die CDU.