Lästige Blutsauger: Aufgrund der milden Winter besteht die Zeckengefahr fast das ganze Jahr hindurch. Foto: dpa/Erwin Elsner

Der milde Winter lässt die gefährlichen Blutsauger die kalte Jahreszeit überleben. Damit herrscht jetzt schon Biss-Gefahr.

Untertürkheim - Sie sind nicht nur kleine, lästige Blutsauger, die achtfüßigen Parasiten können auch gefährliche Krankheiten wie Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Mit beiden Krankheiten ist nicht zu spaßen. FSME wird von Viren ausgelöst, die mit dem Stich des Blutsaugers übertragen werden. Die Anfangsbeschwerden ähneln oft zunächst einem grippalen Infekt oder einer Grippe, aber die Viren können das Rückenmark und die Gehirnnerven schädigen, schwere Folgeschäden oder sogar den Tod hervorrufen. Zwar sank im vergangenen Jahr die Zahl der Patienten, bei denen eine FSME-Erkrankung nachgewiesen wurde, aber Entwarnung wollen die Wissenschaftler, die sich vergangene Woche an der Universität Hohenheim trafen, nicht geben. „Es ist eine Momentaufnahme. Es gibt immer mal wieder sinuskurvenartige Verläufe. Die Gefahr bleibt“, warnt Ute Mackenstedt, die Leiterin der Parasitologie an der Universität Hohenheim. Sie nimmt lieber den Verlauf der vergangenen Jahrzehnte her. Demnach stieg die Zahl der FSME-Patienten in Deutschland ständig. 607 Fälle bedeuteten 2018 den bisherigen Rekord. Aber auch die „nur“ 462 registrierten FSME-Patienten mit schweren Verläufen im vergangenen Jahr sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.

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