Vor allem von Martin Schreier hängen noch viele Plakate. Foto: eh

D er OB-Wahlkampf in Stuttgart ist schon vor Wochen entschieden worden. An so manchen Stellen im Stadtgebiet könnte man jedoch meinen, er ist noch in vollem Gange. Denn die Plakate diverser Bewerber für den Posten des Oberbürgermeisters hängen noch immer.

Untertürkheim - D er OB-Wahlkampf in Stuttgart ist schon vor Wochen entschieden worden. An so manchen Stellen im Stadtgebiet könnte man jedoch meinen, er ist noch in vollem Gange. Denn die Plakate diverser Bewerber für den Posten des Oberbürgermeisters sind noch immer zu finden. Zum Beispiel in der Untertürkheimer Widdersteinstraße. Da hängt das Konterfei von Martin Schreier, der nach der Niederlage im zweiten Urnengang am 29. November die Amtsgeschäfte im heimischen Tengen längst wieder aufgenommen hat, einträglich neben dem an der Nachbarlaterne angebrachten Porträt von Sebastian Reutter – obwohl der seine Kandidatur schon nach der ersten Abstimmung am 8. November zurückgezogen hatte. Selbst der siegreiche CDU-Bewerber Frank Nopper ist noch im Stadtbezirk präsent – das neue Stuttgarter Stadtoberhaupt versteckt sich hinter einem Fahrkartenautomaten am Bahnhof.

Dabei hätten die Plakate des ersten Wahlgangs einschließlich der Befestigungsmaterialien bis spätestens 15. November entfernt werden müssen. Die Plakate der Nachwahl bis zum 6. Dezember. Den Stichtag haben die Wahlhelfer wohl verschlafen. Diese Nachlässigkeit könnte bei den betroffenen OB-Bewerbern im Nachhinein ins Geld gehen. Denn wenn die Fristen überschritten werden, greift die Stadt durch: Leisten die Bewerber der schriftlichen Aufforderung zur umgehenden Beseitigung der Plakate nicht Folge, werden diese vom Eigenbetrieb Abfallwirtschaft entsorgt und die Kosten dafür dem jeweiligen Kandidaten in Rechnung gestellt.

Bekanntlich ist nach der Wahl ja vor der Wahl – und so dürfen schon wieder neue Porträts und politische Botschaften im öffentlichen Straßenraum angebracht werden. Seit dem 20. Dezember ist in Stuttgart das Aufhängen von Plakatwerbung zur Landtagswahl am 14. März erlaubt.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: