Stundenlang kreiste am Dienstag ein Polizeihubschrauber über dem Waldgebiet an der Egelseer Heide. Foto: dpa/Wolfram Kastl

Ein 86-Jähriger Mann verschwindet beim Beerenpflücken spurlos, taucht aber Stunden später wieder gesund und munter auf.

Rotenberg - Große Aufregung herrschte am Dienstagnachmittag auf der Egelseer Heide zwischen Rotenberg und Uhlbach. Gegen 16.45 Uhr hatte eine 74 Jahre alte Frau die Polizei alarmiert, weil ihr zwölf Jahre älterer Mann bei einem gemeinsamen Spaziergang spurlos verschwunden war. „Er wollte gegen 14 Uhr nur ein Paar Beeren pflücken und ist vom Weg in den Wald abgebogen“, sagt Polizeisprecherin Ilona Bonn. „Er kam dann jedoch nicht mehr zurück.“ Die Seniorin habe daraufhin selbst die Suche aufgenommen und mehr als zwei Stunden lang das Gebiet durchkämmt. Auch andere Spaziergänger, die sie unterwegs traf, wurden befragt, jedoch ohne Erfolg.

Hundestaffel wird zurückgepfiffen

Als die Polizei schließlich von der Vermisstensuche erfuhr, entschied man sich, umgehend einen Helikopter in Richtung Rotenberg zu schicken. „Aufgrund des hohen Alters war eine Notsituation nicht auszuschließen“, so Bonn. Aus der Luft wurde der Wald rund um die Egelseer Heide unter anderem mit einer Wärmekamera abgesucht – vergeblich. Am Abend habe man alle Bereiche soweit abgesucht gehabt. „Daher wurden der Hubschrauber abgezogen und eine Hundestaffel angefordert“, so Bonn. Die Spürnasen mussten ihr Können aber nicht mehr unter Beweis stellen. „Sie wurden kurz vor ihrem Einsatz zurückgepfiffen. Um 20 Uhr traf der 86-Jährige wohlbehalten und gesund zu Hause ein.“ Offenbar hat er einen Ausflug gemacht und anschließend die Bahn genommen. „Warum er seine Frau nicht mitgenommen hat, wissen wir leider nicht“, sagt Bonn.

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