Der Kiosk im Schlossgarten ist seit Ende Juli nicht mehr benutzbar. Foto: /Sebastian Steegmüller

Das Land stuft den Pavillon im Unteren Schlossgarten aber als „Zweckbau“ ein. Einer möglichen Instandsetzung werden wirtschaftliche und funktionale Gesichtspunkte zugrunde gelegt.

Stuttgart-Ost - Ende Juni ist der Kiosk im Unteren Schlossgarten stark beschädigt worden. In einer Sturmnacht wurde ein Baum entwurzelt, er krachte auf das Dach des Pavillons. Seither ist das Gebäude nicht nutzbar, der Vermieter, das Land, hat dem Pächter jedoch einen Imbisswagen zur Verfügung gestellt. Der Betreiber ist erst einmal versorgt. Doch, was wird aus dem Gebäude?

Bezirksbeirat für Erhalt des Kiosks

Der Bezirksbeirat Stuttgart-Ost hat am Mittwoch einen Antrag der SPD unterstützt, dass der Kiosk erhalten werden soll. Maximilian Mörseburg, der für die CDU neues Mitglied im Bundestag ist, teilt diese Forderung ebenfalls – und der FDP-Landtagsabgeordnete Friedrich Haag hat sich mit diesem Anliegen an das zuständige Finanzministeriums gewandt. Die Behörde hat ihm nun bestätigt, dass der Wiederaufbau des beschädigten Kiosks grundsätzlich machbar und auch nicht ausgeschlossen wäre. Zugleich teilt das Ministerium jedoch mit, dass es sich aus Sicht des Landes um einen Zweckbau handelt, der „vornehmlich zur Sauberkeit und zum Sicherheitsgefühl im Schlossgarten beiträgt“. Dementsprechend würde bei einer möglichen Wiederherstellung neben dem „bestehenden gestalterischen Gesamtkonzept im Kontext der Bundesgartenschau 1977 insbesondere wirtschaftliche und funktionale Gesichtspunkte zugrunde liegen“.

FDP-Landtagsmitglied teilt Sicht des Landes nicht

Friedrich Haag kann diese Einschätzung nicht teilen. „Auf so eine Argumentation muss man erst mal kommen. Viele Bürgerinnen und Bürger verbinden mit dem Gebäude Erinnerungen an die Bundesgartenschau. Es ist ohnehin eines der wenigen Objekte aus dieser Zeit im Schlossgarten. Dieser Umstand spielt für das Land bei den Planungen jedoch eine untergeordnete Rolle.“