Im hinteren Bereich des Schulhofes soll der Neubau erstellt werden. Foto: Rehberger

Die Elise-von-König-Gemeinschaftsschule fehlt es an genügend Räumen. Daher soll auf dem Schulhof ein Erweiterungsbau, in dem auch die Mensa unterkommt, gebaut werden. Im Januar kann es losgehen.

Münster - Im Januar sollen die Bagger anrücken. Dann sollen die Arbeiten für den Neubau des Erweiterungsgebäudes mit Mensa für die Elise-von-König-Gemeinschaftsschule beginnen. Läuft alles nach Zeitplan, ist das Gebäude, das mit 13,7 Millionen Euro zu Buche schlägt, im September 2022 fertig – rechtzeitig zum neuen Schuljahr.

Der Gemeinderat fasste jetzt den Baubeschluss nach der Planung des Büros Michel und Wolf Architekten aus Stuttgart. Der Elise-von-König-Schule tut der Neubau gut, denn es fehlt an ausreichend Räumlichkeiten. Aktuell werden 464 Schülerinnen und Schüler in 21 Klassen beschult. 198 besuchen die Grundschule, in acht Klassen, 266 in 13 Klassen die Gemeinschaftsschule. Die Prognose für die kommenden Jahre weist für die Elise-von-König-Schule eine Zweizügigkeit sowohl in der Ganztagsgrundschule als auch in der Gemeinschaftsschule aus.

Stuttgarts erste Gemeinschaftsschule

Zum Schuljahr 2013/14 startete in Münster Stuttgarts erste Gemeinschaftsschule und zum Schuljahr 2015/16 die Ganztagsgrundschule. Dadurch ist am Schulstandort in der Nagoldstraße ein höherer Raumbedarf entstanden, der am Bestand nicht gedeckt werden kann. Dieser Fehlbedarf soll in einem ersten Bauabschnitt mit einem solitären Neu- beziehungsweise Erweiterungsbau auf dem Schulgrundstück gelöst werden. Zudem sollen zu einem späteren Zeitpunkt die bestehenden Unterrichtsräume an das pädagogische Konzept angepasst werden.

Der Erweiterungsbau am Standort ist auf der derzeitigen Bewegungs- und Spielfläche geplant. Dadurch entfallen ein Klettergerüst, weitere Spielgeräte sowie zwölf Bäume. Die verbleibende Schulhoffläche bietet wegen des hohen Versiegelungsgrades sowie der Erfordernis für Ballspielmöglichkeiten kaum Rückzugsflächen für ruhigere Aktivitäten. Da die Freianlagen für Ganztagsschulen und insbesondere für die Primarstufe von großer Bedeutung sind, wird auf dem Dach des Neubaus eine begrünte Dachterrasse als Rückzugsort für Entspannung im Schulalltag geschaffen. Genutzt werden soll die Terrasse von Schülerinnen und Schüler der Primarstufe, ausschließlich mit Begleitung, im Ganztagsbereich für Naturbeobachtung, Kinderyoga und Aktivitäten und Angebote im Rahmen des Unterrichts wie Lernen im Freien oder Lesen üben mit Lesepaten.

Begrünte Dachfläche

Im Neubau befinden sich acht Klassenräume mit Differenzierungsräumen, Ganztagesbereichen, Räumen für pädagogische Leitung in zwei Obergeschossen und eine Mensa mit Verteilerküche und Nebenräumen im Erdgeschoss sowie dem erwähnten schulisch genutzten Dachgarten. Die gesamte Nutzfläche beträgt nach aktuellem Planungsstand etwa 1700 Quadratmeter., davon entfallen 300 Quadratmeter auf die Mensa. Diese kann für schulische Veranstaltungen bis knapp 400 Personen genutzt werden. In der Mensa mit 188 Sitzplätzen können bis zu 560 Essen im Zwei- bis Drei-Schichtbetrieb bereitgestellt werden. Der Haupteingang orientiert sich nach Osten Richtung Schulhof und ist über eine bunte Freitreppe an die Murgtalstraße beziehungsweise die Forbachstraße im Süden angebunden. Die Dachfläche außerhalb des Dachgartens ist einer nicht für den Energienachweis erforderlichen Fotovoltaikanlage vorgehalten.

Baugenehmigung liegt vor

Die Gebäudeform ergibt sich aus einem aufgeschnittenen Rechteck, dessen Hälften gegeneinander verschoben sind. Die Schnittflächen erhalten jeweils eine mehrgeschossige Glasfassade und ein Vordach. Die geschlossenen Flächen werden als Klinkerfassade, passend zum Altbau im Bestand, ausgeführt. Im Zuge des Neubaus wird auch der Außenbereich sowie Teile des Pausenhofs neugestaltet. Die Baugenehmigung für den Erweiterungsbau inklusive der dazugehörigen Freianlagen liegt seit Mitte Juli vor.

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