Die Fichte in der Austraße weicht dem Uferpark, der saniert wird. Foto: privat

Die Fichte in der Austraße muss wegen der Sanierung des Uferparks weichen.

Münster - Die Meldung in der vergangenen Woche, dass in der Austraße für den Bau des zweiten Bauabschnitts des Uferparks im Bereich unterhalb des Freiensteins eine Fichte entfernt werden muss, hat für reichlich Unruhe gesorgt. Münsters Bezirksvorsteherin Renate Polinski und die jeweiligen Fraktionssprecher im Bezirksbeirat haben Mails bekommen. Es könne doch nicht sein, dass es sich um die stattliche Fichte mit den schönen und gut angenommenen Rastgelegenheiten handele. „Das braucht kein Mensch“, wird sich echauffiert. „Es wird was Schönes und Wertvolles zerstört, dass weit Neckarauf und -ab seinesgleichen sucht.“

Die Bezirksvorsteherin ging auf die Beschwerdemails ein. „Im Oktober 2019 wurde das Projekt Uferpark Austraße im Bezirksbeirat vorgestellt und von diesem befürwortet“, schreibt sie als Antwort. Im Rahmen des Masterplans für Stuttgart „Stadt am Fluss“ seien insgesamt 23 Projekte am Neckar geplant. Davon sollen fünf Projekte bis zum Jahr 2022 umgesetzt werden; darunter auch der Uferpark Austraße. „Mit dem Bau der Neckarterrasse sollte schon im Jahr 2020 begonnen werden. Die Aupromenade und das Ufer sind ab 2022 geplant.“ Bei den Neckarterrassen handelt es sich um alte Wengertermauern. „Im oberen Bereich findet man eine Wildnis vor. Die Treppen sollen trittsicher begehbar gemacht werden. Die Mauern werden teilweise erneuert und Sitzgelegenheiten geschaffen. Die große Fichte in diesem Bereich wird zugunsten der Besonnung und der Fauna, ebenso wie für den Talblick entfernt“, so die Bezirksvorsteherin. Als Ausgleich erfolgt eine Nachbepflanzung. Auf dem Hanggrundstück wird ein Birnbaum gepflanzt.

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