Grasbüschel sollen verhindern, dass das Kitz den Geruch des Beamten annimmt riecht. Foto: Facebook Polizei Stgt.

Anwohner hat das verängstigte Jungtier am Wegesrand entdeckt.

Mühlhausen - Wie die Polizei gestern bekannt gegeben hat, konnte bereits am Vatertag in Mühlhausen ein Rehkitz gerettet werden. Ein besorgter Bürger hatte die Beamten alarmiert, weil er das verängstigte Tier am Rande des Wertwegs entdeckt hatte.

Bevor sie sich dem Reh näherten, nahmen sie Kontakt mit dem zuständigen Förster auf. Der Spezialist gab den Tipp, das Kitz in Grasbüschel zu „verpacken“, um es dann tiefer in den Wald tragen zu können. Es sei wichtig, dass das Jungtier nicht direkt angefasst werde. Nimmt es Menschengeruch an, könne es von der Mutter verstoßen werden.

Gesagt, getan: Nachdem das Rehkitz wenig später wieder abgesetzt wurde, drehte es sich noch einmal kurz um. Zwar noch etwas wackelig auf den Beinen, aber putzmunter, lief es dann tiefer in den Wald hinein.

Nach Rücksprache mit dem Förster rät die Polizei Spaziergängern, in solch einem Fall nicht auf eigene Faust zu handeln. Stattdessen könne man sich an das zuständige Forstamt, den Jäger oder die nächste Wildtierstation wenden. Fachleute würden sich dann um das möglicherweise verwaiste Rehkitz. Wie in Mühlhausen kann man aber natürlich auch die Polizei informieren.

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