Mit Masken hinter den Fenstern wollen die Hofener Scillamännle zumindest ein wenig an die Fasnet erinnern. Foto: Eisenmann

Ausgestellte Masken und aufgehängte Wimpel erinnern an die Fasnet.

Hofen - Hundert Jahre wird das Greadeffele wohl nicht schlafen, bis es in seinen grünen Pantoffeln wieder dem Verlies in der Burgruine entsteigt – aber voraussichtlich bis Januar 2022 müssen sich die Hofener gedulden, um einen Blick auf ihr sagenumwobenes Burgfräulein werfen zu können. Und wohl auch erst im kommenden Jahr wird sich am Fasnetsdienstag aufs Neue ein närrischer Wurm durch den Ort schlängeln und mit mehr als 90 Gruppen für ausgelassene Stimmung sorgen. Anfang November entschied sich der Verein Hofener Scillamännle angesichts steigender Corona-Infektionszahlen dafür, in diesem Winter das Häs im Schrank zu lassen und alle Aktivitäten der Kampagne abzusagen. „Schweren Herzens“, wie Sprecher und Mitbegründer Raimund Stetter betont. Zu schwierig war es, zu diesem Zeitpunkt abzuschätzen, wie sich die Pandemie noch entwickeln würde.

Scillas, Hogamale und Co. sucht man dieser Tage in Hofen also vergebens. Oder doch nicht? Die Vereinsmitglieder haben sich in den vergangenen Wochen ein paar Aktionen überlegt, mit denen sie die närrische Zeit zumindest ein wenig für die Bürger aufleben lassen wollen. Dazu gehören zahlreiche Masken, die ihre Träger gut sichtbar in den Fenstern ihrer Häuser oder Wohnungen platziert haben. „Mit dem Gesicht ins Freie“, sagt Raimund Stetter lachend. Auch die am vergangenen Samstag aufgehängten Wimpel in den Straßenzügen sollen an die Fasnet erinnern. Online-Veranstaltungen sind keine geplant. Es bleibt bei den stummen, närrischen Grüßen hinter den Scheiben.

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