Polizist Simon Kiene erklärt, was beim Überqueren der Straße zu beachten ist. Foto: Janey Schumacher

Die Polizei gibt den Kindern der Klasse 1a Tipps für den Straßenverkehr.

Hofen - Wer erinnert sich noch an uns?“, fragt Simon Kiene von der Verkehrsprävention die Schülerinnen und Schüler der Klasse 1a von der Grundschule Hofen. Und schon wird getuschelt. Der eine oder andere hat den Besuch der Polizei im Kindergarten – also vor den Sommerferien – noch bestens in Erinnerung. Damals wie heute lautet das Thema: Sicherheit im Straßenverkehr. Auf was zu achten ist, um sicher in die Schule und wieder nach Hause zu kommen, wird den Jungen und Mädchen von Kiene und seiner Kollegin Michaela Kübler erklärt.

Nur wenige Meter hinterm Schulhof geht es los: „Wichtig ist, dass ihr am Haltestein stehen bleibt“, sagt Kiene. Damit sind die Steine an der Gehwegkante gemeint. „Dann schaut ihr in alle Richtungen, ob ein Auto oder ein Fahrrad kommt.“ Ist die Straße frei, dürfen die Kinder auf die andere Seite gehen. Damit das sichere Überqueren der Straße sitzt, wird in Zweiergruppen geübt. Auf dem Gehweg angekommen, gilt: „Die Kinderseite ist immer innen, weg von der Straße.“ Denn auf der Seite der Häuser ist es sicherer als nah am Verkehr.

Steht ein geparktes Auto am Straßenrand, muss beim Überqueren besonders Acht gegeben werden. „Als Erstes muss man nachschauen, ob jemand im Auto sitzt“, sagt Kiene. „Wenn niemand im Auto zu sehen ist, will auch niemand damit wegfahren.“ Anschließend erklärt er den Erstklässlerinnen und Erstklässlern, dass sie sich am besten langsam, Schritt für Schritt hinter dem Auto vortasten sollen. Dazu wird die Hand an das Rücklicht oder den Scheinwerfer gelegt und dann nach links und rechts geschaut. Kiene hat dazu auch einen Merkspruch parat: „Hand ans Licht, vergiss es nicht!“

In den nächsten Wochen werden die Beamtinnen und Beamten der Verkehrsprävention alle Stuttgarter Grundschulen besuchen und mit den Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben.

Auch Eltern können dazu beitragen, dass der Schulweg sicher zu Fuß zurückgelegt wird: Die Kinder sollten nicht mit dem Auto zur Schule gebracht werden. „Elterntaxis wirken sich negativ auf die Verkehrssicherheit vor der Schule aus“, sagt Kübler. Denn viele Autos sorgen für viel Verkehr.

Stattdessen sollen die Schülerinnen und Schüler lieber gemeinsam mit anderen gehen. „Der Schulweg in der Gruppe erhöht die Sicherheit und ist wichtig für die Entwicklung des Kindes“, sagt Kübler. Wer zu Fuß zur Schule geht, hat sich bewegt und ist im Unterricht ausgeglichen und lernbereit.

Wichtig ist zudem, dass die Kinder rechtzeitig daheim losgehen und nicht, aus Angst zu spät zu kommen, Verkehrsregeln missachten. „Eltern sollten auch klare Regeln vereinbaren und darüber sprechen, welche Wege das Kind mit wem gehen darf“, sagt Kübler. Für zusätzlichen Schutz im Straßenverkehr sorgen auch helle Kleidung oder Reflektoren an Jacke oder Schulranzen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: