PETA will, dass das Gebiet rund um den Max-Eyth-See als Schutzgebiet ausgewiesen wird. Foto: Uli Nagel

Tierrechtsorganisation wendet sich nach Fischsterben im Max-Eyth-See an OB Fritz Kuhn

Hofen - Die Stadt Stuttgart möchte Fische schützen. PETA begrüßt, dass Maßnahmen ergriffen wurden, um diesen Sommer ein erneutes Fischsterben im Max-Eyth-See zu verhindern. Zudem prüft aktuell ein Gutachter den Fischbestand, um zu klären, ob weitere Fische eingesetzt werden sollen. Die Tierrechtsorganisation wandte sich nun an Oberbürgermeister Fritz Kuhn und den Umweltbürgermeister der Landeshauptstadt, Peter Pätzold. In ihrem Schreiben bat sie darum, noch einen Schritt weiterzugehen und das Gewässer infolge des Massensterbens im Hochsommer 2019 dauerhaft als Naturschutzgebiet auszuweisen, in dem jeglicher Fischfang und auch die Fahrt mit Motorfahrzeugen oder anderer Lärm verboten sind. Weil sich zu wenig Sauerstoff im Wasser befand, waren dort zwischen August und September vergangenen Jahres etliche Tonnen Fisch sowie zahlreiche andere Wasserbewohner gestorben.

„Wird der Max-Eyth-See zu einem Schutzgebiet, können sich die Fischpopulationen erholen und ein eventuell geplanter Neubesatz wäre gar nicht nötig. Falls im Hochsommer erneut Probleme mit der Sauerstoffversorgung im See entstehen sollten, würden dann zudem weniger Fische darunter leiden“, so Meeresbiologin Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Die Ausweisung des Sees als Naturschutzgebiet wäre auch für die Menschen eine Bereicherung, die sich am Anblick der Tiere, die sich nicht vor den Menschen fürchten müssen, erfreuen könnten.“

Weist die Stadt Stuttgart den Max-Eyth-See als Naturschutzgebiet aus, leistet sie einen wertvollen Beitrag für den Schutz der heimischen Wasserbewohner und setzt ein wichtiges Zeichen für andere Städte. Sollte die Sauerstoffversorgung in diesem Sommer gut funktionieren, regt die Tierrechtsorganisation zudem an, gegebenenfalls auch Fische derselben Art oder verträgliche Spezies aus anderen Seen mit akutem Sauerstoffmangel in das Gewässer aufzunehmen. PETA betont die Vorteile eines Naturschutzgebiets für Anwohner, Touristen und Wasserbewohner gleichermaßen.

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