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Weitere Bäder, darunter auch die Mineralbäder, sollen öffnen. Allerdings muss die Stadt erst prüfen, wie viel Personal zur Verfügung steht.

Stuttgart-Ost - Die Landeshauptstadt verfügt über ein facettenreiches Bäderangebot: Neben fünf Frei- und acht Hallenbäder gibt es auch noch drei Mineralbäder. Eines davon, das Mineralbad Berg wird seit vier Jahren für rund 35 Millionen Euro generalsaniert. Allerdings haben die Bäderverantwortlichen die Hoffnung, dass – trotz Corona-Krise – das Traditionsbad im Stuttgarter Osten die ersten Badegäste bald wieder begrüßen kann. „Was die Hallen- und Mineralbäder generell angeht, so prüfen wir, wann und in welchem Umfang sie in den kommenden Wochen wieder geöffnet werden können“, sagt Jens Böhm, Sprecher bei den Bäderbetrieben Stuttgart. Bekanntermaßen ist ein eingeschränkter Badespaß bisher nur in den fünf Freibädern wieder möglich – natürlich mit erheblichen Auflagen und streng nach der Corona-Verordnung, die noch bis 31. August Gültigkeit hat.

Mitte dieser Woche wird wohl bekannt gegeben, wann weitere Bäder öffnen werden und unter welchen Voraussetzungen. In diesem „Rennen“ liegen derzeit vorne das Leuze. „Es ist das mit Abstand größte Bad“, so Jens Böhm. Ein Vorteil: Man könne sich dort sowohl draußen als auch drinnen gut aufhalten und ein Badbesuch sei auch bei schlechtem Wetter möglich. Böhm: „Ins Heslacher Bad würden wohl maximal 30 Personen gehen, da ist im Leuze und auch im Mineralbad Cannstatt doch mehr Platz für mehr Leute.“

Noch keine Zeitschiene

Doch was das Bad am Kurpark angeht, so gibt es noch keine Zeitschiene für eine Öffnung. Die Bäderbetriebe müssen erst noch prüfen, wie viel Personal überhaupt zur Verfügung steht für die Betreuung der Badegäste. Dass die neuen Regelungen mehr Personal erfordern, ist offensichtlich. Wie viel konkret, zeigt sich erst jetzt wirklich. „Die letzten zwei bis drei Wochen war das Wetter ja eher schlecht, da kamen eh nicht viele“, so Böhm, das habe sich in der vergangenen Woche geändert. „Für jeden Bereich müssen sie Personal zur Überwachung der Hygienevorschriften bereithalten“, so Bädersprecher Böhm. Folglich hängt ein möglicher Eröffnungstermin für das Berg von der Personalfrage ab. Und wer in den vergangenen Monaten dort vorbeikam, sah viel Licht, aber auch viel Schatten. Zum einen war das Außenbecken schon einige Zeit lang gut mit Wasser gefüllt. Zum anderen türmten sich auf etlichen Teilen der Liegewiesen noch erhebliche Erdtürme. Böhm bleibt dabei: „Wir wollen das Bad Berg wie geplant noch in diesem Sommer eröffnen.“ Wann genau, darauf will er sich aber immer noch nicht festlegen.

Berg soll im Sommer öffnen

Das Gute zuerst: „Wir liegen mit den Arbeiten im Zeitplan. Auch die unerwartet notwendig gewordene Sanierung der Quelltöpfe war erfolgreich, deshalb war das Becken auch schon mal mit Wasser gefüllt“, so Böhm: „Und jetzt sind laut Sanierungsplan vor allem Arbeiten im Innern des Bads vorgesehen. Da ist von außen naheliegenderweise nicht viel mitzubekommen.“

Und das weniger Gute: „Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, stellt sich die Frage, unter welchen Umständen eröffnen wir?“ Das hängt natürlich von den dann aktuell geltenden Corona-Bestimmungen ab: Wie viele Leute dürfen sich dann maximal in dem Bad aufhalten, und wie viele in welchen Bereichen? Können überhaupt alle Bereiche zugänglich gemacht werden? Und das hängt dann wieder vom Personal ab, also von der Frage, wie viele Leute überhaupt für das Bad Berg zur Verfügung stehen. Denn es steht wohl außer Frage, dass das neue Bad Berg das Prestigeprojekt der Bäderbetriebe ist, das dann auch sehr viele Bürger in all seinen Facetten auskosten wollen. Und das Badepersonal ist ja schon jetzt ein ausgesprochen kostbares Gut.

Wann generell der städtische Saunabetrieb wieder losgeht, hängt natürlich von dem in den kommenden Monaten zur Verfügung stehendem Personal ab. „Was möglich Öffnungstermine angeht, so können wir momentan noch gar nichts sagen“, so Böhm. Hier werden jetzt in den kommenden Tagen Gespräche geführt.

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