Kriminalkommissar Rico Sander (Benjamin Strecker) im Gespräch mit der Ehefrau des Mordopfers, gespielt von Carina Wiese. Foto: Bavaria Fiction/Markus Fenchel

Am Mittwoch fanden in der Küblergasse Dreharbeiten für die ZDF-Serie statt. Sie ist ein Dauerbrenner – mittlerweile wird die 13. Staffel produziert.

Bad Cannstatt - Kamera läuft“, schallte es am Mittwoch durch die Cannstatter Küblergasse. In den vergangenen sechs Wochen hat die Bavaria Fiction im Auftrag des ZDF vier neue Folgen für die Krimireihe abgedreht. Zum Abschluss wurden nun die Scheinwerfer und jede Menge Equipment im und vor dem „Mon Petit Café“ aufgebaut.

Es wird in der Folge von der Ehefrau eines Mordopfers betrieben. Ihr Mann, ein Oldtimer-Händler, wurde mit einem Baseballschläger in seinem eigenen Autohaus erschlagen. Das Ermittlerteam rund um Kommissarin Martina Seiffert, gespielt von Astrid M. Fünderich, muss ihr die Todesnachricht in dem Café überbringen und sie im weiteren Verlauf dort auch befragen. Hätte sie ein Motiv gehabt, ihren Mann zu töten? „Die Zuschauer erwartet in diesem spannenden Kriminalfall ein emotionaler Einblick in die Vergangenheit von Karl-Heinz „Schrotti“ Schrothmann, der von Michael Gaedt gespielt wird, verspricht die SOKO-Sprecherin Franzi Hoffart. „Der Werkstattbesitzer war einst mit dem Opfer befreundet und wird dadurch in den Fall verstrickt.“

Zahlreiche bekannte Schauspieler mit dabei

Als Episodendarsteller sind hier unter anderem Camille Dombrowsky („Legal Affairs“), Wolfgang Maria Bauer („Wilsberg – Alles Lüge“) und Vincent zur Linden („Der Kroatien-Krimi – Die Patin von Privonice“) zu sehen sein. „Auch für die weiteren Folgen dieses Drehblocks konnten interessante Gastdarsteller gewonnen werden“, so Hoffart weiter. Unter anderem Eugene Boateng. Für den Film „Borga“ erhielt er Anfang September den „Deutschen Schauspielpreis“ in der Kategorie „Schauspieler in einer Hauptrolle“. In der SOKO-Folge „Unter Strom“ spielt er den Inhaber eines erfolgreichen Startups in der Elektromotoren-Branche, der im Mordfall einer jungen Frau zum Haupttatverdächtigen wird.

Diversität wird thematisiert

Auch in den aktuellen Folgen werden laut Franzi Hoffart bei den Mordermittlungen wieder sozialkritische Themen eingebunden, wie etwa Umweltaktivismus und Polizeigewalt. Ein weiterer Mordfall führt die Ermittler in die Stuttgarter Kunst-Szene. Diversität und künstlerische Freiheit werden hier überschattet von gesellschaftlicher Norm und Intrigen. In dieser besonderen Folge übernimmt Irina Schlauch ihre erste fiktionale Rolle. Die Kölnerin wurde bekannt als erste „Princess Charming“. Das gleichnamige Show-Format ist Mitte September mit dem „Deutschen Fernsehpreis“ in der Kategorie „Beste Unterhaltung Reality“ geehrt worden.

Die beliebte Krimiserie „SOKO Stuttgart“ wird seit 2009 von der Bavaria Fiction in Stuttgart und Umgebung im Auftrag des ZDF gedreht. Als Produzentin fungiert Maren Knieling, ausführende Produzentin ist Nicole C. Buck. Verantwortliche Redakteurinnen des ZDF sind Diana Kraus und Michelle Rohmann. Seit dem 23. September werden die neuen Folgen der 13. Staffel ausgestrahlt. Die Folge, die unter anderem in der Küblergasse entstanden ist, wird voraussichtlich im Februar 2022 zu sehen sein. Patrick Winczewski hat hierfür zum dritten Mal die Regie übernommen, für die Kamera zeichnete Matthias Papenmeier verantwortlich.