Der Sohn der Seniorin erkannte den Betrug. Foto: dpa/Lino Mirgeler

Die Täter gaben vor, dass die Enkelin der 78-Jährigen in einen Unfall verwickelt sei und erbeuteten mehrere Zehntausend Euro.

Bad Cannstatt - Unbekannte haben am Donnerstag mit dem sogenannten Enkeltrick eine Frau um mehrere Zehntausend Euro betrogen. Die 78-Jährige erhielt gegen 14 Uhr einen Anruf von einer Frau, die sich als ihre Enkelin ausgab. Unter dem Vorwand in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt zu sein, bat sie die Seniorin um Bargeld. Eine Komplizin holte schließlich mehrere Zehntausend Euro an der Haustür der 78-Jährigen ab.

Weil die Masche so gut funktioniert hat, riefen die Täter erneut bei der Rentnerin an, schickten erneut eine Komplizin nach Bad Cannstatt und hatten leider wieder Erfolg. Beim dritten Anruf nahm zum Glück der mittlerweile eingetroffene Sohn der 78-Jährigen ab. Er erkannte den Betrug und alarmierte umgehend die Polizei.

Der Enkeltrickbetrug ist mittlerweile eigentlich eine bekannte Masche, dennoch wird die Polizei nicht müde, Senioren vor ihr zu warnen. In letzter Zeit gehen jedoch bei den Beamten vermehrt Anzeigen ein, bei denen sich Täter als falsche Handwerker oder Heizungsmonteure ausgeben und so überwiegend ältere Menschen bestehlen. Sie verschaffen sie sich heimlich oder unter einem Vorwand Zugang zu Wohnhäusern und stellen beispielsweise die Heizungen in den meist unverschlossenen Kellerräumen ab. Sobald die Wohnungen ausgekühlt sind, klingeln sie bei überwiegend älteren Bürgerinnen und Bürgern und gelangen so als angebliche Heizungsmonteure oder Handwerker in die Wohnungen. Dort lenken sie die Bewohner ab und entwenden Geld und Wertgegenstände.

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