Nicht immer geht es so gemütlich auf dem Neckarweg zu. CDU und SPD fordern deshalb eine Trennung von Radfahrern und Fußgängern. Foto: Uli Nagel

Spaziergänger, Jogger und jede Menge Fahrradfahrer, der Neckarweg zwischen Seilerwasen und Reinhold-Maier-Brücke wird viel benützt. Oft ist es zu eng. SPD und CDU fordern Maßnahmen.

Bad Cannstatt - Der Neckaruferradweg ist sehr beliebt bei Spaziergängern, Joggern und Radfahrern. Besonders der Abschnitt zwischen dem Seilerwasen und der Reinhold-Maier-Brücke, der an einem Wochenende schon „einmal aus allen Nähten platzt“. Das verwundert nicht ganz, den hier liegen nicht nur zwei Spielplätze (Neckarine, Seilerwasen), sondern auch noch der Biergarten, das Theaterschiff, der Kletterturm und der Sportplatz der SpVgg Cannstatt. Alles Einrichtungen, die viele Besucher anlocken.

Nicht immer geht es dabei gesittet zu, wobei es an einigen Stellen sogar richtig gefährlich werden kann. Die beiden Bezirksbeiratsfraktionen der CDU und der SPD sind jedenfalls der Meinung, dass insgesamt der Neckardamm für beide „Verkehrsteilnehmer“ viel zu schmal bemessen ist, obwohl er im Bereich des Seilerwasens schon einmal verbreitert wurde. Was erschwerend hinzugekommen ist: Immer mehr E-Bike-Fahrer nutzen ebenfalls den Neckardamm, zumeist jedoch mit einem sehr viel höheren Tempo als herkömmliche Radfahrer.

Beide Fraktionen haben jetzt ihre Sorgen in einem Antrag zusammengetragen und fordern die Verwaltung auf, hier Maßnahmen zu ergreifen. Zumal die Anzahl der Radfahrer in den kommenden Jahren eher noch zu- als abnehmen wird. Insgesamt halten CDU und SPD eine Trennung von Fußgängern und Radfahrern, gegebenenfalls auch zu Lasten von Grünflächen und Bäumen, für zwingend. Die Antragsteller nennen auch als Beispiel einen Bereich in der Nähe der Spvgg Cannstatt. Hier gebe es zwei eher spärlich bewachsene Pflanzenstreifen auf die verzichtet werden könnte.

CDU und SPD sehen großen Handlungsbedarf

Großen und zügigen Handlungsbedarf sehen CDU und SPD bei der Neckarine, die bekanntlich an den Wochenenden stark frequentiert ist. Hier fahren Radfahrer nicht nur auf dem offiziellen Weg an dem Spielplatz vorbei. In Richtung zum Neckarufer hat sich im Lauf der Zeit ein weiterer, allerdings illegaler Radweg manifestiert. „Dieser Schotterweg-Abschnitt soll durch geeignete Baumaßnahmen komplett gesperrt werden“, heißt es in dem Antrag.

Als dritten Punkt schlagen beide Fraktionen eine Verbreiterung des Radwegs in der Neckartalstraße vor, um dort eine attraktive Alternative für besonders schnelle Radler zu schaffen. Insgesamt soll die Verwaltung die Vorschläge überprüfen und ein Gesamtkonzept für den Bereich zwischen Seilerwasen und Reinhold-Maier-Brücke ausarbeiten, das dem Bezirksbeirat vorgestellt wird. Dieser Antrag wurde ohne Debatten und Gegenstimmen durchgewunken.

Attraktivere Wasenquerung gefordert

Gleiches galt für einen weiteren Antrag der CDU zum Neckaruferweg, diesmal jedoch im Bereich zwischen König-Karls-Brücke und dem Daimler-Werksgelände. Der Weg sei insgesamt zwar schön zu befahren, biete aber in dem genannten Abschnitt keine fahrbare Verbindung zu Zielen entlang der Mercedesstraße. „Es gibt zwar eine Unterführung zum Museum, die ist aber für schwere Fahrräder nicht uneingeschränkt nutzbar“, heißt es in dem CDU-Antrag. Die Alternative für Radfahrer, der Weg über das Wasengelände, sei wenig attraktiv und bei Veranstaltungen zudem erst gar nicht möglich. Auch hier soll die Stadtverwaltung über Möglichkeiten berichten, wie der Neckardammweg samt Querungsmöglichkeiten über den Wasen attraktiver gestaltet werden kann.

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