Zu viel Verkehr herrscht in der Neckarvorstadt. Foto:  

Die Neckarvorstadt soll Sanierungsgebiet werden. Der Stadtteil leidet unter vielen Problemen. Diese sollen jetzt angegangen werden. Die digitale Auftaktveranstaltung dazu findet am 25. März statt.

Bad Cannstatt - Wenige Grün- und Naherholungsflächen, Probleme bei der Nahversorgung und eine dichte Bebauung. Zudem herrscht viel zu viel Verkehr auf den Straßen. Die Bewohner der Neckarvorstadt müssen fraglos viele Probleme ertragen – und das seit Jahrzehnten. Hoffnung machen jetzt die Eröffnung des Rosensteintunnels und die geplanten Straßenrückbaumaßnahmen sowie die Umgestaltung der Flusslandschaft. Dadurch soll der Neckar „näher“ an den Cannstatter Stadtteil rücken und erlebbarer werden.

Vorbereitende Untersuchungen

Bereits in absehbarer Zeit könnten etliche Probleme gelöst werden, denn die Neckarvorstadt soll offiziell zum Sanierungsgebiet erklärt werden. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Die Verwaltung startet deshalb die vorbereitenden Untersuchungen. Diese sind – bei einem entsprechenden Ergebnis – die rechtliche Voraussetzung für die Festlegung der Neckarvorstadt als Sanierungsgebiet. Damit können Fördergelder beantragt werden, um das Gebiet aufzuwerten. Die Stadt hat das Institut für Stadtplanung und Sozialforschung Weeber + Partner mit der Durchführung beauftragt.

Eine digitale Auftaktveranstaltung findet am Donnerstag, 25. März, von 18 bis 19.30 Uhr statt. Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler, das Team der Abteilung Stadterneuerung beim Amt für Stadtplanung und Wohnen, sowie das beauftragte Institut werden den Ablauf der Untersuchungen erläutern. Bewohnerinnen und Bewohner der Neckarvorstadt, aber auch örtliche Vereine und Einrichtungen, Hauseigentümerinnen und -eigentümer sowie Gewerbetreibende im Gebiet sind eingeladen, sich bei dieser Veranstaltung und im weiteren Prozess mit Ideen, Anregungen und Hinweisen einzubringen.

Fragebogenaktion

Nach der Auftaktveranstaltung werden die vorbereitenden Untersuchungen mit einer Fragebogenaktion fortgesetzt. Dabei werden alle Grundstückseigentümer, Haushalte und Betriebe im Untersuchungsgebiet befragt. Die Fragebögen bieten eine weitere Möglichkeit, Vorschläge und Wünsche für die Aufwertung des Gebiets zu äußern. Alle Informationen fließen in den Ergebnisbericht ein und sind eine wichtige Grundlage für die Aufnahme des Gebiets in ein Förderprogramm der Stadterneuerung.

Interessierte können am Donnerstag, 25. März, unter www.stuttgart-meine-stadt.de/VU/Neckartalstrasse an der Veranstaltung teilnehmen und sich über die vorbereitenden Untersuchungen für das Gebiet informieren. Auskunft erteilt das Amt für Stadtplanung und Wohnen, Telefon 216-20 319 oder 216-20 190.