Der Mietvertrag für die neue Olgakrippe ist noch nicht unterschrieben. Foto: Iris Frey

Kindern, Eltern und Erzieherinnen und Erzieher der Olgakrippe hoffen, dass sie bald in den Neubau in der Taubenheimstraße einziehen können. Denn der Mietvertrag des Interimsquartiers wurde auf 31. Mai gekündigt.

Bad Cannstatt - Die Olgakrippe in der Taubenheimstraße ist in den letzten Jahren neu gebaut worden. Es sei alles fertig, wie Thomas Zügel, Leiter des Amtes für Liegenschaften erklärt. Der Mietvertrag sei ebenfalls aufgesetzt und liege zur Unterschrift bereit. Nach Angaben von Beate Wagner, Leiterin der Olgakrippe, erwartet die Evangelische Kirchenpflege ihn in Kürze. „Man geht davon aus, dass er bis Ende März unterschrieben ist.“ Wenn der Mietvertrag für den Neubau unterschrieben sei, könne die Olgakrippe die Schreiner- und Möbelbestellung in Auftrag geben, so Wagner. Und dann müssten die Möbel geliefert und eingebaut werden. Dabei wird mit einem Vorlauf von mindestens sechs bis acht Wochen gerechnet. Wenn alles eingebaut ist, kann die Olgakrippe einziehen. Der Termin für einen Einzug sei noch unklar, so Wagner. Ein zeitliches Problem könne sich auftun, so die Einrichtungsleitung, denn der Mietvertrag im Interimsquartier in der Sichelstraße sei auf 31. Mai gekündigt worden. Die Einrichtungsleiterin hofft, dass bis dahin alles geklappt hat und wenn nicht, dass die Stadt kulant sei und die Olgakrippe notfalls noch ein paar Tage länger im Interimsquartier in der Sichelstraße bleiben könne und sie ab Juni nicht eine doppelte Miete zahlen müsse. Im April und Mai werde keine doppelte Miete fällig. Das sei sehr gut.

Die Olgakrippe einschließlich die Eltern der betreuten Kinder hatten in der jüngsten Vergangenheit in der Bürgersprechstunde des Bezirksamts Bad Cannstatt die ständigen Verschiebungen der Umzugstermine bemängelt. Die CDU-Gemeinderatsfraktion hatte diesbezüglich nachgehakt. Nach Angaben von CDU-Stadträtin Beate Bulle-Schmid, habe das Liegenschaftsamt erklärt, dass es noch keine Terminverschiebung zu verantworten gehabt hätte. Die Kommunikation mit der Olgakrippe und der Elternschaft sei Sache des Trägers, heißt es in der Antwort des Liegenschaftsamtes. Es verweist darauf, dass es aufgrund von einem Wasserschaden zu einer baulichen Verzögerung gekommen sei auch bei der Herstellung der Außenanlagen. Ein Übergabetermin im Dezember 2019 an die Olgakrippe sei gescheitert, so Liegenschaftsamtsleiter Thomas Zügel, weil die Kirchenpflege beim Mietvertrag noch Fragen hatte. Die offenen Fragen seien nun geklärt. Doch deshalb habe es noch keine Übergabe gegeben und deshalb keine Terminverschiebung. Für die Umzugsplanung sei, so Zügel, die Kirchenpflege verantwortlich. Das Liegenschaftsamt erklärte nun, dass das Mietverhältnis für die neue Olgakrippe am 1. April beginnen könne. Darauf hofft auch die Kita.

Die aktuelle Corona-Pandemie hat auch auf die Olgakrippe Auswirkungen. Die Einrichtung ist seit 17. März eine der Kindertagesstätten in Stuttgart, die eine Notgruppe hat. Die Eltern mussten melden, ob sie die Kriterien für systemrelevante Berufe erfüllen, die dann an die Kirchenpflege weitergeleitet wurde. Diese habe dann die Kinder zugeordnet. Nun hat die Olgakrippe einen Einsatzplan für die Mitarbeiterinnen für die nächsten fünf Wochen erstellt. In der Notgruppe seien sechs Kinder, die nun in den nächsten Wochen betreut werden. Alle anderen Kinder müssen zu Hause bleiben.

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