Am Sonntagabend waren etwa ein Dutzend Gäste verbotswidrig in einem Lokal in Bad Cannstatt anwesend. Foto: picture alliance/dpa/Lino Mirgeler

Der Betreiber fiel bereits wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung auf.

Bad Cannstatt - Polizeibeamte haben am Sonntagabend in der Neckarvorstadt eine Gaststätte geschlossen, die mit einem Dutzend Gästen unerlaubt in Betrieb war. Eine Anwohnerin hatte zuvor die Polizei informiert. Als gegen 18.30 Uhr zwei Streifenwagen eintrafen, erweckte die Gaststätte zunächst den Eindruck, geschlossen zu sein. Die Eingänge waren verriegelt und die Rollläden heruntergelassen. Nichtsdestotrotz nahmen die Beamten aus dem Inneren des Lokals Stimmen wahr. Als sie an der Eingangstüre klopften, rannten mehrere Gäste aus einem Hintereingang in ein Treppenhaus. Offenbar versuchten sie, sich in einer Wohnung zu verstecken. Insgesamt befanden sich zwölf Gäste in der Wirtschaft. Der Großteil trug keine Mund-Nasen-Bedeckung. Auch sonst waren keine Hygienevorkehrungen, wie beispielsweise das Bereitstellen von Desinfektionsmitteln, zu erkennen. Des Weiteren ließen sich mehrere gaststättenrechtliche Verstöße sowie Verstöße gegen die Gewerbeordnung feststellen. Die Beamten stellten die Identitäten aller Anwesenden fest, sprachen Platzverweise aus und leiteten Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen diese ein. Darüber hinaus untersagten sie den weiteren Betrieb und schlossen das Lokal. Der 58 Jahre alte Betreiber, der am Sonntagabend nicht anwesend war, fiel in der Vergangenheit bereits mehrmals wegen Verstöße gegen die Corona-Verordnung auf. Er muss nun mit einem Bußgeld in Höhe von mehreren Tausend Euro rechnen.

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