Rita Wilpert ist überglücklich, als Helmut Kuznik ihr ihren Geldbeutel am Tag nach dessen Verschwinden wieder bringt. Foto: Gall

Gute Nachrichten sind derzeit rar gesät. Umso größer war die Freude bei der Sommerrainerin Rita Wilpert am vergangenen Freitagmorgen, als ihr unerwartet Gutes widerfuhr. 

Gute Nachrichten sind derzeit rar gesät. Umso größer war die Freude bei der Sommerrainerin Rita Wilpert am vergangenen Freitagmorgen, als ihr unerwartet Gutes widerfuhr.  Bei einem Spaziergang am Bärensee am Vortag und anschließender Einkehr im Bärenschlössle vergaß sie dort ihren Geldbeutel. Doch sie hatte Glück im Unglück – neben ihr saß zufälligerweise Helmut Reznik aus Feuerbach, der das liegengebliebene Portemonnaie  bemerkte und es höchstpersönlich zu seiner Besitzerin zurückbrachte. Die Aufregung bei Rita Wilpert sei groß gewesen, als sie den Verlust ihres Geldbeutels bemerkte. Denn darin befanden sich viele persönliche Dokumente und etwa 30 Euro Bargeld.  „Ich dachte: Was hast du  schon wieder angestellt?“, erzählt sie im Nachhinein mit einem Schmunzeln. 
Das Fehlen bemerkte die 81-Jährige, als sie  Masken über die Homepage der SSB bestellen wollte und ihren Zugangscode suchte. „Natürlich habe ich direkt alle Karten sperren lassen und beim Pächter des Bärenschlössles angerufen. Dort war der Geldbeutel allerdings nicht mehr zu finden.“ Just in diesem Moment klingelte es an ihrer Tür. Es war halb zehn Uhr morgens. „Wer klingelt denn da so früh an meiner Tür“, dachte sie  sich. Als sie  öffnete,  stand  Helmut Kuznik mit einem Umschlag in der Hand davor. „Die Freude war natürlich riesengroß“, sagt Rita Wilpert. Der Finder übt sich derweil in Bescheidenheit. „Ich habe nur getan, was meine Pflicht war, was man eben tun sollte in so einer Situation“, sagt der 63-Jährige, der gern am Bärensee ist: „Ein wunderschönes Fleckchen“. Er hatte Rita Wilpert und ihre Begleiterin schon am Bärenschlössle bemerkt – die beiden freundlichen und sympathischen Damen hätten neben ihm und seinem Freund,  mit dem er auf einer Fahrradtour dort Halt machte, auf einer Bank gesessen. „Als dann der Geldbeutel liegen blieb, war für mich gleich klar, dass ich ihn persönlich zurückbringen werde.“  Ihm sei es ganz wichtig gewesen, dass sie ihr Hab und Gut so schnell wie möglich wiederbekäme. 
Rita Wilpert wollte sich eigentlich auch  für die Hilfe erkenntlich zeigen. „Ich habe ihm einen Finderlohn angeboten.“ Erfolglos. Der gebürtige Düsseldorfer wollte nichts annehmen. „Ich habe das gern gemacht – aus Nächstenliebe. Einen Finderlohn habe ich nicht gebraucht, ich habe eigentlich alles, was ich brauche und bin so erzogen worden, dass man anderen einfach so hilft“, fasst er seine Überlegungen zusammen.

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