Die CDU-Gemeinderatsfrtaktion fordert den Abbau der Zaunwand. Foto: Iris Frey

Seit vielen Tagen entzündet sich ein Streit um den gebauten Sichtschutzzaun auf der Halbinsel am Max-Eyth-See. Die CDU-Gemeinderatsfraktion fordert nun den Abbau des Zauns.

Hofen - Die Proteste zu den Zaunbauten auf der Halbinsel im Max-Eyth-See reißen nicht ab. Nicht nur Seebesucher, Anwohner, Naturfotografen und die CDU-Fraktion in Mühlhausen hatte sich darüber bei der Verwaltung und in Leserbriefen beschwert. Nun hat die CDU-Gemeinderatsfraktion einen Antrag an die Stadtverwaltung eingereicht, in dem sie fordert, dass die „unsägliche Bretterwand auf der Insel am Max-Eyth-See entfernt“ werden soll.

Seit der Sichtschutzzaun auf der Halbinsel vor kurzem aufgebaut wurde, der den Blick auf die Vogelinsel und das Natura-2000-Gebiet verdecken soll, hagelt es Proteste von See-Besuchern. Auch gibt und gab es plakative Protestschilder von bislang unbekannten, darunter „Hofener Zaunfreunden n.e.V.“ , die sich gegen den Bau des „gemeinen Stabmattenzauns“ wenden, dessen natürliche Feinde Bürgerentscheide seien.

Die CDU-Gemeinderatsfraktion fordert nun Änderungen. Die CDU-Stadträte Markus Reiners und Beate Bulle-Schmid schreiben in ihrem Antrag, dass sie erstaunt seien, über die Art und Weise, wie man Mensch und Natur auseinanderdividiere. Der Max-Eyth-See sei für die Menschen am nördlichen Neckar ein wichtiges und sehr willkommenes Naherholungsgebiet. Viele Menschen hätten keinen eigenen Garten und oft keinen Balkon. Sie seien auf öffentliches Grün angewiesen. Die Sichtschutzwand auf der Halbinsel nehme den Menschen nicht nur die Erlebbarkeit der Natur, sondern beeinträchtige die Natur selbst in eklatanter Weise. Die CDU habe kein Verständnis für die Bretterwand. „Die Tiere müssen in der Großstadt nicht auf solch übertriebene Weise zu Lasten der Menschen geschützt werden.“ Sie fordern die Entfernung der „viel zu dominanten Holzmauer“. Auch der Zaun sei überdimensioniert. „Um den Uferbereich und das Brutgebiet zu schützen hätte es ein weniger dominanter und massiver Zaun getan“, so die Antragsteller, „mit halber Höhe“. Sie beantragen, dass hier Änderungen erfolgen und bitten zeitnah mündlich und schriftlich um einen Bericht, welche alternativen Möglichkeiten gesehen werden, Mensch und Natur in Einklang zu bringen. Die Stadt hatte kürzlich in einer ersten Reaktion erklärt, die Zäune zu begrünen und den Holzzaun zu überprüfen.