Alma Osmanagic und Klaus Hofmann vom Tiefbauamt sowie Schultes Kai Freier (von links) schauen sich die umgebaute Heumadener Straße an. Foto: Mathias Kuhn

In den vergangenen elf Monaten hat die Stadtverwaltung rund 4,4 Millionen Euro in die Umgestaltung der Filderauffahrt, den Rückbau des Dürrbachkreisels und die Umgestaltung der Bockelstraße gesteckt.

Hedelfingen - Sie haben etliche Nerven, vielen Autofahrern einige Zeit und der Stadtverwaltung rund 4,4 Millionen Euro gekostet: Die Baustellen vom Dürrbachkreisel bis zur Bockelstraße, die fast ein Jahr lang den Alltag der Verkehrsteilnehmer bestimmten. Primäres Ziel der Umgestaltungsmaßnahmen war es, die Staugefahr für die Buslinie 65 zu verringern. Vor allem auf der Fahrt von Sillenbuch nach Hedelfingen fuhren die gelben Busse oft Verspätungen ein. Mit eigenen Busbeschleunigungsspuren vor dem Dürrbachkreisel und im Bereich der Bockelstraße sollte dies verhindert – der Weg frei für den Messebus gemacht werden. Alma Osmanagic und Klaus Hofmann vom Tiefbauamt sowie Hedelfingens Bezirksvorsteher Kai Freier schauten sich nun die Ergebnisse an. „Die Bauarbeiten sind jetzt beendet, nur noch einige kleine Maßnahmen müssen ergänzt werden“, erzählt Osmanagic. Zufrieden zieht auch Hofmann eine positive Bilanz und dankt den Bauarbeitern. „Wir alle haben mit etlichen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt und unter laufendem Betrieb die Straßen umbauen müssen.“ Das Trio ist sich einig: Der Aufwand hat sich gelohnt. „Der Bereich rund um den Dürrbachkreisel und die Heumadener Straße wurde deutlich aufgewertet“, sagt Freier.

Die Umgestaltung des Kreisverkehrs ist ein Nebenprodukt der Beschleunigung der Busspur. Nachdem sich die ursprünglich zweispurige Einfahrt nicht bewährt hatte, wurde die Kreiselschnecke provisorisch vor einigen Jahren auf eine Fahrspur zurückgebaut. In den vergangenen Monaten wurde endlich der Rückbau auf eine Spur vollzogen. „Dabei stellte sich heraus, dass ein Rückbau logistisch wesentlich schwieriger zu bewältigen ist, als den Bau eines neuen Kreisverkehrs“, sagt Hofmann in Erinnerung an die teilweise erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Auch die Heumadener Straße, der Beginn der Filderauffahrt, hat einen neuen Charakter bekommen. Für die Linie 65 ist eine Busbeschleunigungs- und Fahrradspur eingerichtet worden, wenige Meter oberhalb des Dürrbachkreisels haben die Fußgänger einen Überweg und beidseitig eine Bushaltestelle „Am Bergwald“ erhalten. „Im Zuge der Umgestaltungen wurden auch die Bushaltestellen am Ährenweg, in Heumaden und Lederberg barrierefrei gemacht“, ergänzt Osmanagic. Auch am Lederberg und in der Bockelstraße erhielt der 65er eine Busspur und an der Mannsperger Straße eine Pförtnerampel. „Dort wird ein Schild aufgestellt, dass diese Funktion erklärt“, sagt Hofmann. Auch das Innere der von Gärtnermeister Martin Bücheler mit einer Trockenmauer gestalteten Kreisverkehrs-Schnecke werde noch bepflanzt und die Überwege beleuchtet. „Die Bevölkerung hat die Umgestaltung positiv aufgenommen“, bestätigt Freier. Als Nutzer des 65ers registriert er, dass der Bus nun ungestörter nach Hedelfingen gelangt – zumindest bis zum Dürrbachkreisel. Denn durch die neue Kanalbaustelle am Bürgerhaus staut sich der Verkehr nun vom Hedelfinger Platz in der Rohrackerstraße. Doch auch dort arbeiten Osmanagic, Hofmann und ihre Kollegen an Verbesserungen. Die Ampelanlage werde neu programmiert – die Grünphase Richtung Obertürkheim verlängert.

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