Léa Seydoux im roten Anzug. Foto: AFP/Emma McIntyre

Was wären die Filmfestspiele von Cannes ohne diese tollen französischen Schauspielerinnen? Wenig bis gar nichts. Zu den aufregendsten Künstlerinnen gehört zweifelsohne Léa Seydoux. Ein Stilcheck.

Die sogenannte Filmdiva findet sich zwar in deutschen Wörterbüchern, nicht aber in irgendwelchen Filmen, von roten Teppichen und Kinopremieren ganz zu schweigen. Anders in Frankreich: In diesem wunderbar filmverrückten Land dürfen Schauspielerinnen alles, nur eines nicht: langweilig sein, in der Kunst wie im Leben. Nicht nur das französische Publikum bewunderte seit jeher seine aufregenden Filmdiven, „Grandes Dames“ wie Catherine Deneuve, Jeanne Moreau, Brigitte Bardot, Fanny Ardant oder auch Isabelle Huppert.

Hauptrolle im Schocker

Eine legitime Nachfolgerin findet sich auch schon, es handelt sich dabei um Léa Seydoux, 36 Jahre alt, aus Paris, auch klar, die 2013 mit einer siebenminütigen Sexszene mit einer anderen Frau in „Blau ist eine warme Farbe“ Kritiker und Zuschauer gleichsam irritierte und begeisterte. Dafür gab es die Goldene Palme in Cannes, wo dieser Tage wieder Cineasten und allerlei Filmdiven schaulaufen, als gäbe es kein Morgen. Selbstverständlich darf Léa Seydoux an der Croisette nicht fehlen, mit einer Hauptrolle in David Cronenbergs Schocker „Die Verbrechen der Zukunft“ an der Seite von Viggo Mortensen. Was eine Diva ausmacht? Es braucht nicht viel: die Sinnlichkeit der Bardot, die Coolness der Deneuve, ein roter Anzug - und wahnsinnig viel Talent. C’est tout.

  
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