Bürger- und Siedlerverein und TSV Steinhaldenfeld hoffen auf eine Erweiterung des Sportbereichs im Rahmen der Sanierung und auf eine gute Planung.Fotos (2): Iris Frey Foto:  

TSV Steinhaldenfeld sowie der Bürger- und Siedlerverein favorisieren Anbau an der Turn- und Versammlungshalle.

Steinhaldenfeld - Im kommenden Jahr steht die Sanierung der Turn- und Versammlungshalle in Steinhaldenfeld an. Seit Jahren warten die Vereine darauf. Doch nun haben sie erfahren, dass bei der Sanierung der Halle definitiv eine Modernisierung des Versammlungsbereichs geplant sei, eine Erweiterung des Sportbereichs, der vor allem für den TSV Steinhaldenfeld wichtig wäre, in der Schwebe, aber „hoffentlich noch nicht vom Tisch ist“, weiß Klaus Mairhofer, im Vorstand des TSV für die Verwaltung zuständig. Anhand der Pläne gehe hervor, dass ein Anbau an die Halle angeführt sei, der als Geräteraum und Stuhllager ausgeschrieben sei. Zwar überarbeite ein neues Architekturbüro derzeit die Pläne, aber er geht davon aus, dass der Raum bestehen bliebe, so Mairhofer. Ein Raum, den sich der TSV auch sehr gut als weitere Sportfläche vorstellen könnte. „Der Ausbau wäre für uns ein wichtiger Zugewinn an Sportfläche und aus Vereinssicht nicht für Stühle und Geräte notwendig.“ Denn: Die Sanierungspläne wiesen bereits drei Geräteräume auf, ein vierter sei nicht notwendig. „Da wünschen und erhoffen wir uns eine zusätzliche Sportfläche, die auch mit einem separaten Eingang zugänglich sein könnte.“

Von einem zusätzlichen Raum würde der TSV profitieren. Denn das Kursangebot des TSV, der aktuell um die 1130 Mitglieder, davon mehr als die Hälfte Kinder und Jugendliche, zählt, ist umfangreich, ebenso wie die Nachfrage. „Wir nutzen neben Turnhallen in Hofen oder Sommerrain auch den Siedlerschuppen, um Kurse anbieten zu können“, sagt Mairhofer. Jedoch stoße man seit längerem an Kapazitätsgrenzen, habe bedauerlicherweise in verschiedenen Bereichen – unter anderem bei den Kindern und Kleinkindern – eine Warteliste beziehungsweise einen Aufnahmestopp verhängen müssen. „Eine zusätzliche Fläche würde uns da schon weiterhelfen.“

Indes sei man von Seiten des TSV mit den Plänen aber nicht unzufrieden. Man würde einen tollen Boden in die Halle bekommen und es stünden die Bühne und die große Halle zur Nutzung zur Verfügung. „In der großen Halle wird möglicherweise eine Trennwand eingezogen, sodass wir die halbieren könnten und für kleinere Gruppen einen zusätzlichen Sportbereich hätten.“

Indes sagt Günter Roder, Vorsitzender des Bürger- und Siedlervereins Steinhaldenfeld: „Die Erweiterung des Sportbetriebs hatten wir beantragt, ein Gymnastikraum ist dringend notwendig.“ Die Küche solle nun zwar vergrößert werden, der Gymnastikraum fehle jedoch bisher. „Bei den zwei, drei Begehungen, die wir gemacht haben, haben wir das immer gesagt“, sagt Roder. Was geplant sei, sei zu klein und zu eng. Der Vereinsvorsitzende bleibt bei seiner Meinung: Man hätte die Halle besser abreißen und neu aufbauen sollen, dann wäre genug Platz für alle Nutzungsarten und die Zukunft. „Wir sind aber froh um jede Verbesserung, da in Steinhaldenfeld derzeit immer mehr Kinder aufwachsen“, sagt Roder. Er hofft auch auf eine gute Lösung bei der Planung, die auch dem TSV weiterhelfe.

Beim angrenzenden Hort befürchtet Roder, dass notwendige Erneuerungen ausbleiben könnten. Er betont: Der an die Halle im unteren Bereich angeschlossene Hort müsse dringend saniert werden, dort gab es schon vor Jahren nur eine Toilette für 78 Kinder. Auch die dortige Küche sei zu klein gewesen. Dem Vereinsvorsitzenden ist es wichtig, dass durch die Sanierung der Turn- und Versammlungshalle diese dann auch für die Zukunft tauglich für alle Gruppen und Vereine ist. Denn bereits jetzt würden viele Gruppen auch in angrenzende Orte ausweichen.

Wie berichtet, soll die Turn- und Versammlungshalle Steinhaldenfeld nach Angaben von Peter Holzer vom Hochbauamt eine energetische Fassadensanierung erhalten und der Innenausbau erneuert werden. Die Halle solle künftig barrierefrei erschlossen sein. Die Saalküche solle für den Veranstaltungsbetrieb ausgelegt, die Heiztechnik erneuert werden. Baulich soll die Sanierung in 2022 starten und Ende 2023 abgeschlossen sein. Die Sanierung soll laut Holzer etwa 5,21 Millionen Euro kosten. Angaben zum Hort wurden zuletzt von der Stadt nicht gemacht.

Gleichwohl der TSV Steinhaldenfeld weiterhin auf einen zusätzlichen Raum hofft, ist eine Ausweichfläche während der Sanierung schon gesichert. Die Traglufthalle, die in Händen der Stadt Stuttgart ist und aktuell auf dem Basketball-Feld des Gottlieb-Daimler-Gymnasiums steht, werde im November 2022 hinter der Turn- und Versammlungshalle in Steinhaldenfeld aufgestellt und als „Ausweichquartier“ genutzt. „Dies wurde uns vom Schulverwaltungsamt schon zugesichert“, so Mairhofer.

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