Hope Cornell beförderte einen Ball über den Zaun. Foto: /Iris Drobny

TVC-Softballerinnen bezwingen in der Bundesliga Karlsruhe Cougars mit 13:5 und 17:0.

Bad Cannstatt - Nach zwei Jahren Abstinenz ist es wieder soweit – die Stuttgart Reds spielen wieder in der Softball-Bundesliga. Nachdem die Saisonvorbereitung im Freien, durch die anhaltende Corona-Pandemie unter ganz besonderen Voraussetzungen stattfinden mussten, waren sowohl die Coaches als auch die Spieler mehr als froh, dass es nun endlich losgehen konnte. Dabei überraschten die Reds-Damen bei sommerlichen Temperaturen und konnten gegen die Karlsruhe Cougars Spiel eins mit 13:5 und Spiel zwei mit 17:0 gewinnen.

Nervosität abgelegt

Eventuell im Vorfeld vorhandene Nervosität hatten die Spielerinnen des TV Cannstatt sehr schnell im Griff. Gleich im ersten Inning konnten auf zwei Singles, ein Double und einen Walk die ersten drei Runs für die Stuttgarterinnen auf das Score-Board gebracht werden. Im direkten Nachschlag konnten zwar auch die ersten beiden Schlagfrauen der Cougars punkten, aber dabei blieb es dann auch zunächst. Im zweiten Inning konnte keines der Teams weitere Punkte erzielen und zumindest auf Seiten der Reds brachte auch Inning drei nichts Zählbares.

Führungswechsel

In ihrer dritten Offense mussten die Cougars dann zunächst zwei schnelle Aus hinnehmen, konnten dann mit zwei Runs die Führung übernehmen, aus einer folgenden Bases-loaded Situation aber kein weiteres Kapital mehr schlagen. Dieser Führungswechsel schien die Reds aber nicht zu schocken. Im Gegenteil, Inning vier wurde ein Offensivfeuerwerk. Sechs Hits, darunter auch ein Triple setzten die Cougars massiv unter Druck, die dazu auch noch drei Errors beisteuerten und erst nachdem acht weitere Runs für Stuttgart auf dem Board waren, konnte das dritte erzielt und das Halb-Inning beendet werden. Mit dem Zwischenstand von 11:4 ging es dann in die untere Hälfte des vierten Innings. Wieder gelangen den Reds zu Beginn zwei schnelle Aus und die Cougars holten nur noch einen Run vor dem dritten Aus. Inning fünf brachte den Reds noch die Runs Nummer 12 und 13, während ein schnelles 1-2-3-Inning das Spiel per Mercy-Rule zugunsten der Reds beendete.

Stuttgarter Abwehrbollwerk

Für Spiel zwei wechselten die Reds auf Annie Stepniak als Pitcher. Jennifer Weil, die das erste Spiel gepitcht hatte, übernahm die Position des Catchers. Wie schon in Spiel eins legten die Reds wieder gleich drei Runs vor, diesmal konnte die Cougars allerdings nicht direkt kontern. Im zweiten Inning war der vierte Run für die Reds die einzige Veränderung auf der Anzeigetafel, bevor in diesem Spiel das Big Inning der Reds schon im dritten Durchgang stattfand. Acht Runs auf sieben Hits, darunter ein satter Grand Slam Homerun von Short Stop Hope Cornell waren im Prinzip die Vorentscheidung, zumal die Cougars in ihrer Offensivhälfte weiterhin kein Mittel fanden, das Stuttgarter Abwehrbollwerk zu überwinden. Da die Reds in Durchgang vier trotz zweier Karlsruher Pitcherwechsel weiter kaum zu stoppen waren, erhöhte sich der Spielstand Mitte des vierten Innings auf 17:0. Um das vorzeitige Spielende noch hinauszuzögern wären jetzt mindestens drei Runs für Karlsruhe nötig gewesen. Die Reds ließen jedoch weiter nichts anbrennen und drei Schnelle Aus später war auch Spiel zwei klar und deutlich an die Reds gegangen.

Alles in allem ein sehr erfolgreicher Spieltag für die Reds. Im Vorfeld war ein Split das Ziel gewesen, aber die TVC-Softballerinnen nehmen auch gerne beide Siege mit. Daher fällt das Fazit positiv aus: Die Defensive stand gut, das Hitting passte, nur am Baserunning muss noch gearbeitet werden.

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