In der Pflegebranche wird massiv um eine Aufwertung der Pflegeberufe geworben – der Weg ist jedoch umstritten. Foto: Lichtgut/Leif-Hendrik Piechowski

Landesozialminister Manfred Lucha entschärft den Streit um die geplante Gründung einer Landespflegekammer. Das Projekt soll erst in der nächsten Legislaturperiode wieder neu angepackt werden. Warum ist eine Einigung vorerst gescheitert?

Stuttgart - Seit Jahren wird in der Pflegebranche um eine eigene Standesvertretung für die Pflegekräfte gerungen, bei der alle Beschäftigten zu einer Pflichtmitgliedschaft mit Zwangsbeiträgen verpflichtet werden sollen. Der Riss zwischen Befürwortern und Gegnern geht quasi durch die Belegschaften. Nach heftigem Widerstand insbesondere der Gewerkschaft Verdi und des Arbeitgeberverbandes Pflege wird der Konflikt nun vorerst beerdigt: Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) hat am Donnerstag entschieden, „das Vorhaben erst wieder in der nächsten Legislaturperiode aufzugreifen“, wie er in einem unserer Zeitung vorliegenden Schreiben an die Fraktionschefs von Grünen und CDU sowie an den Ministerpräsidenten und Innenminister mitteilt.

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