Der Verurteilte Syrer bei Verkündung des Urteils. Foto: dpa/Thomas Frey

Das Weltrechtsprinzip hat vor dem Oberlandesgericht in Koblenz funktioniert. Doch das System hat seine Tücken, kommentiert Christian Gottschalk.

Stuttgart. - Für dieses Urteil hat das Oberlandesgericht in Koblenz globale Aufmerksamkeit und Applaus sicher. Nach 108 Verhandlungstagen haben die Richter genügend Beweise gefunden, um im weltweit ersten Prozess um Staatsfolter in Syrien zu einer Entscheidung zu kommen. Ein ehemaliger Vernehmungschef aus einem berüchtigten Gefängnis muss nun lebenslang in Deutschland hinter Gitter. Wer die Schilderungen der mehr als 80 Zeugen über Sadismus, Grausamkeit und Menschenverachtung im Ohr hat, mit denen der Verurteilte und seine Helfer den syrischen Herrscher Assad an seiner Macht gehalten haben, der kann nicht anders, als Beifall zu spenden.

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