Die SSB lehnt einen zweiten Ampelüberweg über die Mühlhäuser Straße im Bereich des Weges „Im Stüble“ ab. Der Grund: Es sei ein hoher Aufwand mit geringem Nutzen. Foto: Iris Frey

Die SSB hat im Bezirksbeirat über weitere Pläne über den öffentlichen Nahverkehr berichtet. An der Haltestelle Hofen lehnt sie einen zweiten Ampelüberweg ab.

Mühlhausen - Hofener Bürger würden sich freuen, wenn sie an der Haltestelle Hofen einen zweiten Zugang über die Mühlhäuser Straße hätten, und zwar an der Abzweigung „Im Stüble“. Im Bezirksbeirat Mühlhausen erklärten Vertreter der SSB kürzlich, dass das Verkehrsunternehmen diese Baumaßnahme in dem Bereich ablehne. Das Stuttgarter Verkehrsunternehmen verweist darauf, dass es einen zentralen Zugang beider Bahnsteige der Haltestelle Hofen mit Ampel an der Mühlhäuser Straße gebe. Ein zweiter Zugang wäre dann nur für Ein- und Aussteiger in Fahrtrichtung Mühlhausen. Die Distanz seien lediglich 20 statt 60 Meter. Bei 40-Meter-Zügen sei der Halt nahe am bestehenden Zugang vorhanden. Aufgrund des hohen Aufwands und des geringen Nutzens lehnt die SSB diese Baumaßnahme in dem Bereich gegenüber der Stadtbahnhaltestelle ab.

Johannes Jäger (SPD), der sich dafür ausgesprochen hatte, erklärte, die 120 Meter zu sparen, sei eine erhebliche Zeitersparnis und das Einzugsgebiet ins Stüble sei sehr groß. Philipp Kurasch von den SSB erklärte, im Stüble sei zu wenig Platz. Es sei ein zu hoher Aufwand. Eine weitere Querung sei rechtlich nicht einfach durchzusetzen. An der Haltestelle Max-Eyth-See soll die Fahrgastinformation noch eingerichtet werden, die über die Busabfahrten informiert. Dies war eigentlich für Ende vergangenen Jahres vorgesehen, doch es habe Lieferprobleme gegeben, so die SSB-Vertreter. Dies soll nun im ersten Halbjahr installiert werden.

Die SSB informierte auch, dass die Wartehäuschen im Wildgansweg aufgebaut werden. Ob die neuen Haltestellen gut von den Anwohnern angenommen werden, konnte die SSB noch nicht sagen. Auch in Mühlhausen gibt es noch verschiedene Vorhaben und Probleme zu lösen: So gibt es dort Beschwerden wegen Lärms durch Stadtbahnen bei der Hofener Brücke. Dort fährt die U12 im Doppeltakt und die U14. „Ich weiß, dass die Kollegen alles tun, um Kurvenkreischen zu verhindern“, so Joachim Keller von der SSB. Doch Kurvenkreischen sei physikalisch bedingt, wenn das Rad auf die Schiene treffe. Das lasse sich nicht ganz vermeiden. Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann machte darauf aufmerksam, dass sich der Bezirksbeirat und Bürger dafür eingesetzt hatten, dass die U14 weiterhin nach Mühlhausen fährt. Rainer Hellmann (CDU) sagte, es gehe nicht um den normalen Fahrlärm, sondern um das Quietschen, das seit der Verlegung neuer Gleise auftritt. Keller kündigte an, dass im Bezirksbeirat einmal die verschiedenen Maßnahmen zur Eindämmung des Lärms vorgestellt werden sollen. Für dieses Jahr steht die Verlegung der Bushaltestelle Schloss in der Mönchfeldstraße auf dem Programm. Doch da sei das Tiefbauamt in Abstimmung. Es sei noch unsicher, ob es verwirklicht werden könne. Was vermehrte Zigarettenkippen, betrifft, die an der Endhaltestelle U14 im Gleisbereich liegen, so kündigte Keller an, dass dies eine unschöne Häufung von Kippen sei, die aus dem Führerstand heraus stammen. „Wir werden dem nachgehen. Das ist ein Verhaltensthema“, so Keller.

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