Eine Soldatin bei der Bundeswehr – ist der Begriff Einmannpackung da noch passend? Foto: dpa/Ralf Hirschberger

Die Einmannpackung, wie eine abgepackte Tagesration bei der Bundeswehr heißt, soll umbenannt werden. Grund für die Entscheidung ist, dass mittlerweile auch viele Frauen beim Militär beschäftigt sind.

Berlin - Die Bundeswehr will ihre für Einsätze abgepackten Tagesrationen künftig nicht mehr Einmannpackung (EPa) nennen. Um einen gendergerechten Begriff zu finden, laufe derzeit ein Ideenwettbewerb, wurde am Freitag aus Militär und Verwaltung bestätigt. Zuerst hatte das Fachmagazin „Soldat & Technik“ berichtet. „Nach mehreren Jahrzehnten der Zugehörigkeit von Frauen in den Streitkräften ist der Begriff „Einmannpackung“ nicht mehr zeitgemäß“, wurde dabei eine Meldung im Intranet zitiert. Weiterhin heiße es dort, die Bezeichnung „entspricht auch nicht den Vorgaben der sprachlichen Gleichstellung“.

800 Vorschläge bei Ideenwettbewerb

Das in Bonn ansässige Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) erklärte am Freitag, der Schritt folge auf eine Eingabe an die Wehrbeauftragte Eva Högl. Es werde nun „unter Berücksichtigung der vertraglichen Rahmenbedingungen“ ein Vorschlag zur Änderung der Bezeichnung erarbeitet. „Das Akronym EPa soll dabei erhalten bleiben“, so ein Sprecher des Bundesamtes weiter. Der Ideenwettbewerb richte sich an alle Angehörigen der Bundeswehr. Bis zum Donnerstag seien mehr als 800 Vorschläge eingegangen.