Der Italiener Nicolo Napoli stammt aus Palermo und hat zu Craiova in Rumänien eine ganz besondere Beziehung. Foto: FC Universitatea

Neben Siegen und Niederlagen gibt es in der Welt des Sports auch reichlich Absurdes, Seltsames und Lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: Nicolo Napoli und die Sieben.

Stuttgart - Das tapfere Schneiderlein erledigte sieben auf einen Streich. Nicolo Napoli hat nicht nähen, sondern Fußball spielen gelernt, und sieben Tore in einer Partie hat er auch noch nie erzielt. Aber die Zahl sieben spielt in seiner Karriere einen bedeutsame Rolle, zumindest, wenn er auf seine Engagements beim rumänischen Fußballclub FC Universitatea Craiova 1948 blickt. Dort hat der 58 Jahre alte Sizilianer bereits siebenmal als Funktionsträger angeheuert – und nun hat er sich zum siebten mal verabschiedet. Der einstige Außenverteidiger des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin und der Club aus der Universitätsstadt gaben sich 2004 zum ersten Mal das Ja-Wort, die sportliche Ehe hielt nicht lange – im selben Jahr gingen Club und Napoli getrennte Wege. Dennoch kehrte der Mann 2007 in die Walachei zurück und blieb bis 2009. Nach einer zweijährigen Trennung fanden sich die beiden 2011 wieder, erneut nicht für die Ewigkeit. 2013 folgte die vierte Zusammenkunft, die (man hat es ahnen können) auch nicht dauerhaft war. 2017 stieg Nicolo Napoli dann als technischer Direktor bei Universitatea ein, ging wieder, nur um zur Saison 2018/19 abermals als Trainer zurückzukehren – und bald wieder abzureisen. Zuletzt hatte der Mann, der 1990 den Uefa-Pokal mit Juve gewonnen hatte, diesen Sommer die Trainerbank des Zweitligisten bezogen. Obwohl der Club die Liga anführt, sagte der Italiener auf eigenen Wusch zum siebten Mal „ciao“. Man könnte meinen, der Kerl ist in höchstem Maße bindungsunfähig. Von wegen. Nicolo Napoli ist mit seiner Frau Michela verheiratet, seit er 21 ist.

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