Michael Kroker (li.) und Felix Mützel gehen bei den Special Olympics für den Treffpunkt an den Start. Foto: Doris Kretschmar

Langläuferinnen und Langläufer des Treffpunkts Caritas treten in Berchtesgarden an.

Berchtesgarden - Am Montag beginnen in Berchtesgarden die Special Olympics 2020, die Nationalen Winterspiele für Menschen mit geistiger Behinderung.

Mit am Start ist auch eine neunköpfige Langlauf-Delegation des Treffpunkts des Caritasverband für Stuttgart. „Wir freuen uns sehr auf das Winterhighlight“, sagt Doris Kretzschmar, die den Sportbereich betreut. „Erstmals sind zwei Frauen vom Treffpunkt dabei, die mit der Diakonie Stetten für die 4x1000-Meter-Staffel eine Renngemeinschaft bilden.“ Sie treten unter dem Teamnamen „Frauenpower Baden-Württemberg an“. Darüber hinaus werden sieben Männer vertreten sein. Gecoacht werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Michael Greiner. Er ist langjähriger Langlauftrainer und kümmert sich unter anderem darum, dass die Skier perfekt präpariert sind. „Er hat wirklich sehr viel Erfahrung“, sagt Kretzschmar, die beim Turnier in Bayern ebenfalls als Trainerin fungieren wird.

Zu wenig Schnee

Die Treffpunkt-Athleten werden unter anderem auf Streckenlängen von zweieinhalb, fünf und sieben Kilometern um Medaillen kämpfen. Große Hoffnung setzt Kretzschmar aber vor allem auf die Staffel. „Bei den letzten National Games im Sauerland haben wir die Goldmedaille geholt.“ Dieses Jahr könnte diesem Vorhaben das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen. „Es gibt zu wenig Schnee in Berchtesgaden. Es zeichnet sich ab, dass die Veranstalter auf die Höhen-Loipe Scharitzkehl ausweichen werden. Sie ist jedoch technisch deutlich anspruchsvoller, das wird eine große Herausforderung für unsere Läuferinnen und Läufer.“ Sie hätten sich zwar gut vorbereitet und unter anderem mit Zirkeltraining in der Halle eine gute Kraft-Ausdauer-Grundlage geschaffen, es fehle jedoch die Erfahrung auf solch einer Strecke. „Wir sind sehr gespannt, wie sich unsere Athletinnen und Athleten auf dem eher ungewohnten Terrain schlagen werden.“ Auf jeden Fall würden sie den Geist der Special Olympics leben. Der besagt: „Ich will gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, werde ich mutig mein Bestes geben.“ Kretzschmar ist überzeugt, dass die Einstellung stimmen wird. Unabhängig von möglichen Podestplätzen fiebere sie den Special Games entgegen. „Die Veranstaltungen wie die Eröffnungsfeier und die Athleten-Disco sowie die Begegnungen vor Ort und im olympischen Dorf sind für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unvergessliche Erlebnisse.“

900 Teilnehmer

Welche Dimensionen die Special Games Berchtesgaden 2020 haben, verdeutlicht der Blick auf die Zahlen. Vom 2. bis 6. März gehen unter dem Motto „Gemeinsam stark“ 900 Athletinnen und Athleten aus 13 Bundesländern, unter ihnen 69 Unified Partnerinnen und Partner, in acht Sportarten an den Start. Vier ausländische Delegationen – aus Finnland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz – schicken Teams im Stocksport und Floorball ins Rennen. Gemeinsam mit den Betreuenden, Familienangehörigen, den Helferinnen und Helfern sowie den Gästen werden etwa 3000 Teilnehmende in die Winterspiele einbezogen. Die größte Delegation stellt Special Olympics Bayern mit 345 Sportlerinnen und Sportlern.

Weitere Infos gibt es unter www.berchtesgaden2020.specialolympics.de.

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