Reds-Spielerin Annie Stepniak (am Boden) ist nicht zu stoppen. Foto: /ris Drobny

Die Softballerinnen der Stuttgart Reds lassen sich in der zweiten Runde des Deutschland-Pokals von der 4:8-Niederlage in Spiel 1 gegen die Freising Grizzlies nicht aus der Ruhe bringen und gewinnen anschließend mit 7:1 und 5:0.

Bad Cannstatt - Eine Woche nach dem enttäuschenden Aus im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft wollten sich die Stuttgart Reds im heimischen TVC-Ballpark in der zweiten Runde des Deutschland-Pokals rehabilitieren. Spiel 1 startete dabei vielversprechend. Als nominelles Gastteam legten die Reds in den ersten beiden Innings unterstützt durch Fehler in der Freisinger Defensive vier Runs vor. Im zweiten Durchgang konnten die Grizzlies dann auf 2:4 verkürzen und diesen Vorsprung bis zur Mitte des vierten Innings verteidigen. Einige gut getimte Schläge sowie ein folgenschwerer Fehler sorgten für insgesamt fünf Freisinger Runs und das Spiel war gekippt. Da den Reds keine weiteren Runs mehr gelangen, ging das Spiel am Ende mit 8:4 an das Team aus Bayern.

Somit standen die Reds vor dem zweiten Spiel bereits mit dem Rücken zur Wand. Offensichtlich hatten die Coaches in der Pause dann die richtigen Worte gefunden und das Team für die zweite Partie optimal eingestellt. Angeführt von Pitcherin Kaleigh Fisher, die den Angriff der Grizzlies über die ganze Partie fast nach Belieben im Griff hatte, gingen die Reds motiviert und konzen­triert ins Spiel und zeigten von Beginn an, dass sie nicht bereit waren, eine zweite Niederlage hinzunehmen. Nachdem das erste Inning noch punktlos blieb, legten die Reds im zweiten Inning durch Jule Breuninger den ersten Run vor, dem im dritten Inning vier weitere folgen sollten. Mit diesem Vorsprung im Rücken ließen sie sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als ein Triple und ein anschließender Error den Ehrenpunkt für die Grizzlies brachten. Im sechsten Inning legten die Reds noch einmal zwei weitere Runs zum 7:1 nach, was gleichbedeutend mit dem Endstand war und für die Stuttgart Reds die Serie ausglich.

Nach der Siegteilung musste am Sonntag ein drittes Spiel die Entscheidung bringen. Die Grizzlies setzten dabei auf Mara Sandner als Pitcherin, die bereits Spiel 1 gewonnen hatte. Die Coaches der Reds setzten auf Nachwuchstalent Jessica Weil als Pitcherin, unterstützt von Catcherin Jennifer Weil. In der Bundesligasaison hatte Jessica die Grizzlies bei ihrem Debüt beim Auswärtsspiel in Freising sehr gut im Griff gehabt und das sollte auch dieses Mal nicht anders sein. Lediglich im ersten Inning brachten die Grizzlies bei bereits zwei Aus eine Läuferin per Triple auf die dritte Base, für alle weiteren Angreiferinnen war spätestens auf der zweiten Base Schluss. Die Defensive der Reds zeigte sich ebenfalls von ihrer gewohnten Seite und unterstützte ihre Pitcherin ein ums andere Mal mit spektakulären Plays. Dennoch taten sich die Reds auch in diesem Spiel relativ schwer mit der Defensive der Grizzlies.

Zwar konnten Annie Stepniak und Hope Cornell im ersten Inning zwei Runs vorlegen, doch in den folgenden drei Innings bissen sich die Reds die Zähne an den Grizzlies aus. Alia Petzold und Annie Stepniak legten im fünften Durchgang die Runs Nummer 3 und 4 nach und vergrößerten damit das Punktepolster. Im sechsten Durchgang konnte Jennifer Weil noch den fünften Run für die Damen des TV Cannstatt nachlegen und drei weitere Aus später ging Spiel drei mit 5:0-Runs an die Stuttgart Reds, die damit auch die Serie gewonnen haben und nun am kommenden Wochenende gegen die Hamburg Knights um den Einzug in die Finalserie spielen.