Jena - Gleich richtig krachen ließen es die Athleten des PSV Stuttgart zum Saisonauftakt der Florett-Junioren in Jena. Erst im Finale musste sich Salvatore Marino geschlagen geben und Zsófia Posgay stand mit Platz drei ebenfalls auf dem Siegertreppchen.

141 U-20 Fechter kamen zum Saisonauftakt nach Jena und kämpften um die ersten Ranglistenpunkte. Salvatore Marino, Felix und Clemens Märkle, Jan-Marco Amrein, Phillip Hodak, Matthias Pribik, Vincent Hellmund, Victor Reibetanz und Leon Kutsyi vertraten die PSV-Farben im Herrenflorett. Insbesondere die A-Jugendlichen Kutsyi, Hellmund und F. Märkle merkten sehr schnell, dass hier ein anderer Wind weht. Kutsyi musste nach einem Sieg in der Vorrunde die Waffen zusammenpacken. Hellmund kam ungefährdet in die 128er-Direktausscheidung, verlor aber seinen Kampf gegen den Bonner Braun mit 9:15 und beendete das Turnier auf Rang 75. F. Märkle schaffte mit zwei Siegen ebenfalls den Aufstieg und mit einer faustdicken Überraschung besiegte er den Dresdener Köhler mit 15:8. Unter den letzen 64 schrammte er gegen Ebigt aus Duisburg hauchdünn mit 13:15 an der nächsten Überraschung vorbei. Reibetanz, der auch problemlos die Vorrunde überstand, verlor in der Direktausscheidung gegen Jennewein aus Jena mit 9:15 und musste ebenfalls unter die Dusche. Pribik kam unter die letzten 64 und wurde von dem Würzburger Maier mit 11:15 aus dem Turnier verabschiedet. Im 32er erwischte es Hodak mit 4:15 gegen Borowiak (Tauberbischofsheim) und C. Märkle ganz unglücklich mit 13:15 gegen den Berliner Praus. Im Achtelfinale musste nun auch Amrein die Waffen strecken, da der Bonner Hamlescher gegen Ende des Gefechts mächtig aufdrehte und Amrein mit 9:15 besiegte. Ungefährdet zog jedoch Marino in das Viertelfinale ein und mit Siegen über Moor, Burgsteinfurt (15:7) und Tenbergen, Bonn (14:12), stand er im Finale, das er nach großem Kampf gegen den Weinheimer Klein mit 12:15 verlor.

Bei den Mädchen gingen 99 Teilnehmerinnen an den Start. Posgay, C-Kaderangehörige und im zweiten Juniorenjahr fechtend sowie Schoch und Harsányi als A-Jugendliche komplettierten das PSV-Team. Schoch musste nach einer durchwachsenen Vorrunde im 128er gegen die Lokalmatadorin Wand aus Jena antreten, führte auch schnell mit 4:0, um dann doch das Gefecht mit 10:15 noch abzugeben. Harsányi hatte ein Freilos und traf im 64er auf Holze (Münster), der sie einen großen Kampf lieferte, aber dennoch mit 12:15 unterlag. Mit klaren Siegen gegen Lindner aus Radebeul (15:4), Holze, Münster (15:5), zog Posgay in das Achtelfinale ein, wo mit der Weinheimerin Kirsch, Teilnehmerin der Junioren WM 2016, ein großes Kaliber wartete. Aber mit einem sehr guten Nervenkostüm, höchster Konzentration und blitzschnellen Tempoattacken zermürbte sie ihre Gegnerin und zog mit einem 10:8 Erfolg in das Viertelfinale ein, wo sie auf die Weinheimerin Maike Erhardt traf, die nach harter Gegenwehr mit 11:15 ebenfalls das Nachsehen hatte. Im Halbfinale war dann die Luft raus und gegen Feron aus Moers gab es eine deutliche Niederlage. Platz 3 im Endergebnis und Platz 4 in der nationalen U-20- Rangliste sind ein erstklassiges Ergebnis für die PSV-Athletin.Michael Kühner

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