An diesem Freitag sollte das Urteil in dem Tübinger Missbrauchsfall verkündet werden – doch der Angeklagte ist verschwunden. (Symbolfoto) Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Harry S. soll seine beiden Pflegetöchter jahrelang sexuell schwer missbraucht haben. Beim Prozess am Tübinger Landgericht wird auch das Vorgehen des Jugendamts kritisch beleuchtet.

Tübingen - Am Mittwoch, als die Plädoyers im Tübinger Landgericht gehalten werden sollen, ist der Angeklagte plötzlich verschwunden. Harry S., der jahrelang seine beiden Pflegetöchter missbraucht haben soll, habe offenbar in der Nacht sein Haus verlassen und persönliche Gegenstände zurückgelassen, sagt sein Anwalt am Morgen im Saal. Der Angeklagte war nicht in Untersuchungshaft und während des Prozesses auf freiem Fuß. Die Polizei sucht nach ihm, stundenlang kreist ein Hubschrauber über der Stadt. Doch von Harry S. fehlt bisher jede Spur. Man überprüfe alle Anhaltspunkte, heißt es von der Polizei. Dazu gehört auch die Möglichkeit, dass sich Harry S. das Leben genommen hat.

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