Ein neuer Selfie-Spot in der Innenstadt? Der „Stuttgart“-Schriftzug steht auf der Königstraße gegenüber dem Pusteblumen-Brunnen. Foto: Nina Scheffel/StZN

Ein „Stuttgart“-Schriftzug aus Stahl ziert seit Kurzem die untere Königstraße. Was hat es mit der Skulptur auf sich?

Das „Hollywood Sign“ in Los Angeles ist weltbekannt. Nun hat offenbar auch die Landeshauptstadt ein solches Wahrzeichen – denn seit Kurzem ziert ein großer „Stuttgart“-Schriftzug aus Stahl die untere Königstraße nahe dem Pusteblumen-Brunnen.

Doch was steckt dahinter? Andrea Gerlach von der Stuttgart Marketing GmbH klärt auf. „Wir haben den Schriftzug dort aufstellen lassen“, sagt sie. Angesichts der desolaten Haushaltslage der Stadt Stuttgart fragt sich so manche und so mancher nun sicherlich, ob das nötig war. Ist für solche Anschaffungen überhaupt noch Geld da? Andrea Gerlach kann beruhigen: „Den Schriftzug hatten wir schon zur Fußball-EM aufgestellt, damals stand er etwas weiter unten am Hauptbahnhof.“

Der „Stuttgart“-Schriftzug wurde umlackiert und steht nun auf der unteren Königstraße. Foto: Nina Scheffel/StZN

„Stuttgart“-Schriftzug wurde umlackiert

Für den neuen Standort ein Stück weiter aufwärts auf der Königstraße sei die massive Stahl-Skulptur in Abstimmung mit der Stadt Stuttgart lediglich umlackiert worden – die bunten EM-Farben mussten weichen, nun trägt die Plastik einen dunkelgrauen Anstrich. Die Kosten für die Umlackierung belaufen sich demnach auf einen Betrag zwischen etwa fünf- und siebentausend Euro.

„Wir wollten den Schriftzug nachhaltig weiter verwenden. Es gibt ihn – wieso sollte man ihn verschrotten? Schon während der EM kam er sehr gut an“, sagt Gerlach. „Tausende von Fans hätten sich vor der Skulptur fotografiert. „Zum Teil hatten wir Volunteers vor Ort, die regeln mussten, wer als nächstes ein Foto bekommt.“

Stuttgart-Werbung via Social Media

Kostenlose Werbung also, die sich vor allem via Social Media verbreitet – und der Stadt Stuttgart gut tut. Damit orientiert sich die Landeshauptstadt an zahlreichen anderen Metropolen, in denen die Buchstaben-Plastiken bereits zu wahren Selfie-Magneten geworden sind.

Ob auch der umgestaltete Schriftzug am neuen Standort so gut ankommt? „Natürlich war es bei der EM noch einmal etwas anderes – aber wir wollen mit dem Zeichen auch jetzt unsere Willkommenskultur in Stuttgart ausdrücken“, so Andrea Gerlach. Bereits nach ein bis zwei Wochen, seitdem der Schriftzug steht, seien immer wieder Menschen zu beobachten, die sich mit der Skulptur fotografierten. Die Gelegenheit dazu hat man nun für längere Zeit. Die nächsten Jahre werde der Schriftzug erst einmal dort stehen bleiben.