Beim Schlachthof Gärtringen sind jetzt erst einmal die Rollladen runter. Foto: dpa/Christoph Schmidt

Die Schlachthof-Affäre in Gärtringen hat das regionale Fleischerhandwerk in Verruf gebracht. Der Ruf nach mehr behördlichen Kontrollen ist wohlfeil – dabei wäre die Mitbestimmung der Beschäftigten viel wirksamer, findet unser Polizeireporter Wolf-Dieter Obst.

Stuttgart - Heute schon mit schlechtem Gewissen an der Wursttheke gestanden? Mit nagenden Zweifeln das Fleisch für den Grillabend eingekauft? Die Affäre um den Schlachthof in Gärtringen im Kreis Böblingen hat alle Verbraucher, die auf regionale Produkte setzen, vor den Kopf gestoßen. Zwar haben wir uns längst daran gewöhnt, dass die Fleischindustrie das Fleischerhandwerk in die Ecke treibt, ja nahezu verdrängt hat. Dass sich eine Massenproduktion durchsetzt, bei der Tierschutz vor allem ein Kostenfaktor ist. Viele Verbraucher wollen das nicht mitmachen, gehen zu ihrem Metzger nebenan und vertrauen auf regionale Qualität.

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