Die Zustände in der Fleischbranche stehen seit Wochen in der Kritik. Foto: dpa/Sven Hoppe

Der Gesetzgeber muss ausbeuterische Arbeitsverhältnisse mit allen Mitteln bekämpfen, auch wenn dies zulasten des wirtschaftlichen Profits geht – oder zu höheren Fleischpreisen für die Verbraucher führt, meint Lisa Kutteruf.

Berlin - Die schärferen Regeln für die Fleischindustrie hat das Bundeskabinett passenderweise kurz vor dem Internationalen Tag gegen Menschenhandel am 30. Juli auf den Weg gebracht – das ist zwar zu begrüßen, doch es bleibt ein bitterer Beigeschmack. Denn nicht die desaströse Lage der osteuropäischen Werkarbeiter in den Wohnheimen und Fabriken war der Grund dafür, sondern die Gefahr für die Allgemeinheit, die von ihnen in der Corona-Pandemie ausging. Muss es erst zu einer Katastrophe kommen, damit derartige Missstände angegangen werden? Und sind die Menschen in den Fleischfabriken weniger wert als andere? Einige Äußerungen so mancher Politiker deuten in diese Richtung.

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