Rotterdam/Zevenhuizen - Zum ersten Mal in der Geschichte des Rudersports trug die FISA die Weltmeisterschaften U 19, U 23 und die WM der nicht olympischen Boote in einer gemeinsamen, gigantischen Veranstaltung mit 70 Nationen in Zevenhuizen, nahe Rotterdam, aus. Auch dabei war Florian Roller von der Stuttgarter Rudergesellschaft, der mit dem Deutschen Männerdoppelvierer Leichtgewicht (70 kg) die Goldmedaille holte.

Die Konkurrenz von Roller und seinen Teamgefährten hatte es in sich. Unter anderem waren der Weltmeister des Vorjahres aus Frankreich und der Weltrekordhalter und mehrfache Weltmeister aus Griechenland dabei.

Bei elf Booten wurden zwei Heats ausgefahren. Das erste Boot eines jeden Laufs zog direkt in das A-Finale ein. Alle anderen Boote mussten sich über die Hoffnungsläufe für die Finals-A/B qualifizieren. Gleich im Vorlauf musste der Deutsche Leichtgewichts-Doppelvierer mit Florian Roller gegen den amtierenden Weltmeister aus Frankreich antreten. Im Vorlauf belegte das deutsche Boot nur den dritten Platz hinter der Ukraine und Frankreich. Das bedeutete, dass sich die Deutschen über den Hoffnungslauf für das Finale qualifizieren mussten. Hier fuhren sie dann einen Start-Ziel-Sieg vor den Ruderern aus Dänemark und Kanada nach Hause. Damit waren die Deutschen für das A-Finale qualifiziert. Im A-Finale löste sich das Boot mit Florian Roller gleich nach dem Start leicht vom Feld. Bereits nach 250 Metern der 2000-m-Strecke lag das deutsche Boote mit einer Buglänge vor den anderen. Bei der 500-m- Marke betrug der Abstand dann mehr als drei Sekunden. Diesen Vorsprung verteidigten die Deutschen bis kurz vor dem Ziel. Im Endspurt kam Frankreich zwar bis auf 1,6 Sekunden heran, musste sich aber vor Griechenland mit Platz zwei begnügen. Damit hatten sich die deutschen Ruderer Cedric Kuhlbach (Karlsruhe), Johannes Ursprung (Frankfurt), Florian Roller (Stuttgart) und Patrik Stöcker (Limburg) den Weltmeistertitel gesichert. Peter Roller

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